Erfurt  La-Ola-Welle oder rote Wolke? So sieht das Kunstwerk für die Arena aus

Kathrin Hoyer, Tamara Thierbach und Tobias Knoblich stellten am Dienstag vor, welches Kunstwerk die Multifunktionsarena schmücken darf.
Kathrin Hoyer, Tamara Thierbach und Tobias Knoblich stellten am Dienstag vor, welches Kunstwerk die Multifunktionsarena schmücken darf.
Foto: Ulrike Fröbel

Am Dienstag wurde das Geheimnis gelüftet, welcher Künstler die neue Multifunktionsarena in Erfurt verschönern darf. Im Wettbewerb für die Kunst am Bau der Arena hat sich Peter Sandhaus aus Berlin gegen 83 Mitbewerber durchgesetzt. Die Jury des offenen, zweistufigen Wettbewerbs hat einstimmig seinen Entwurf mit dem Titel „Zuschauerwelle“ für die Umsetzung empfohlen.

Der Name des Werks kommt nicht von ungefähr: Künstler Sandhaus hat sich im Vorfeld angeschaut, wie Lautstärke und Frequenzspektrum einer La-Ola-Welle grafisch dargestellt werden. Mit mehr als 100 tiefroten Lamellen hat er mit seiner „Zuschauerwelle“ die Abbildung der Audio-Daten nachempfunden. Und genau dieses Konzept hat die Jury überzeugt, da so die Verbindung zu den Emotionen der Zuschauer in der Arena geschaffen werde.

Für die Umsetzung des Kunstwerks im gläsernen Foyer des umgebauten Steigerwaldstadions stehen 100.000 Euro zur Verfügung. „Von den rund 40 Millionen Euro, die für den Bau der Arena ausgegeben wurden, sollte nicht alles in Beton enden, sondern auch ein Teil in der Kunst“, erklärt Kathrin Hoyer, Beigeordnete für Wirtschaft und Umwelt, zu den Kosten.

Was will uns der Künstler damit sagen?

Diese Frage könnte in Zukunft bei Betrachtern vielleicht aufkommen. Denn schon jetzt lässt die eigentlich gut durchdachte Idee von Peter Sandhaus in der Praxis einigen Interpretationsspielraum zu. Das bestätigt auch Kulturdirektor Tobias Knoblich: „Von Herzfrequenz bis Zitterrochen hat der Entwurf schon verschiedenste Assoziationen hervorgerufen.“ Daran stören sich die Vertreter der Stadtverwaltung aber nicht. Bürgermeisterin Tamara Thierbach ist vielmehr schon gespannt, welchen Spitznamen das über zehn Meter breite Kunstwerk in der Bevölkerung am Ende bekommt. Bis sich das zeigt, vergeht aber noch einige Zeit, denn die „Zuschauerwelle“ soll erst im Mai 2017 fertig sein.

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