Neue Moschee-Pläne: AfD lässt Gespräch mit Ahmadiyya platzen

Die AfD im Thüringer Landtag will nicht länger mit der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde reden. Das kündigte der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Möller (r.) an. (Archivfoto)
Die AfD im Thüringer Landtag will nicht länger mit der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde reden. Das kündigte der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Möller (r.) an. (Archivfoto)
Foto: dpa
  • Gespräch zwischen AfD und Ahmadiyya-Gemeinde geplatzt
  • Fraktion sieht keine „Vertrauensbasis“
  • Ahmadiyya weiter zum Austausch bereit

Die AfD im Thüringer Landtag will nicht länger mit der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde reden. Ein für kommenden Dienstag vereinbarter Gesprächstermin sei abgesagt worden, schrieb der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Möller in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an die Gemeinde. Sie will in Erfurt eine Moschee bauen.

Nach den Worten Möllers ist seine Fraktion zwar offen für einen Dialog. „Allerdings muss eine ausreichende Vertrauensbasis für Gespräche vorhanden sein, und die sehen wir in Bezug auf die Ahmadiyya-Gemeinschaft aus mehreren Gründen nicht mehr als gegeben an“, erklärte er.

AfD kritisiert fehlende Information der Öffentlichkeit zum neuen Moschee-Standort

Möller verwies darauf, dass die Gemeinde unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen neuen Standort für den Neubau gesucht habe. Sprecher Mohammad Suleman Malik hatte am Montag erklärt, die Stadtverwaltung habe eine Bauanfrage für das neue, etwa 4000 Quadratmeter große Grundstück positiv beschieden.

Ahmadiyya steht weiter für Gespräche bereit

Malik sagte am Mittwoch auf Anfrage, seine Gemeinde stehe weiter für Gespräche zur Verfügung. „Wir haben vom ersten Tag an einen Dialog auf sachlicher Ebene und ohne Hetze angeboten.“ Anderenfalls hätte seine Gemeinde der AfD kein Treffen angeboten.

Alle Infos rund um die geplante Moschee in Erfurt-Marbach findet ihr unter dem Hashtag #Moschee.

Fotos: Neue Pläne für die Moschee in Erfurt

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Der Sprecher der Erfurter Ahmadiyya-Gemeinde, Mohammad Suleman Malik, stellt die Pläne für die neue Moschee in Marbach vor.
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Foto: Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt
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