Jena  Rahmenentwürfe für Eichplatzareal nehmen weiter Gestalt an

Die vier von der Bürger-Jury favorisierten Entwurfsvarianten. Ausgegraut sind die zwei Bauvarianten, die nicht für die Diskussion am Freitagabend empfohlen wurden (Variante 2 und 3.1).
Die vier von der Bürger-Jury favorisierten Entwurfsvarianten. Ausgegraut sind die zwei Bauvarianten, die nicht für die Diskussion am Freitagabend empfohlen wurden (Variante 2 und 3.1).
Foto: Martin Kappel
Knapp 150 Bürger und Projektbeteiligte diskutieren am Freitagabend die zuvor favorisierten Entwürfe für eine mögliche Bebauung des Eichplatzes.

"Wenn man in das Volksbad kommt, dann spürt man die Neugier in diesem Raum", begrüßte Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) am Freitagabend die Bürger, die gekommen waren, um öffentlich über die weiterentwickelten Entwürfe für das neue Eichplatzareal an Tischen und in Sitzkreisen zu diskutieren. Jede sich so bildende Runde hatte einen Projektpartner am Tisch. Am Ende landeten zahlreiche Notizen mit Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschlägen bei den Verantwortlichen.

In den vorangegangenen Bürger-Werkstätten, in denen zufällig ausgewählte Jenaer in kleiner Runde am Entwicklungsprozess teilnahmen, kristallisierten sich zunächst vier Favoriten aus den anfänglich 27 Grundentwürfen heraus, die vom beteiligten Planungsbüro Albert Speer & Partner (AS&P) vorgelegt wurden. Diese vier reichen von einer Freistellung des JenTowers mit neuem Shopping-Center auf dem Markt über eine Bebauung, die nur das Zentrum des Eichplatzes beinhaltet, bis zu zwei weiteren Entwürfen, bei denen entweder nahe dem Kirchplatz oder nahe des Uniturms eine große Freifläche verbleiben würde.

Modelle des Eichplatzareals werden ausgestellt

Am Freitag tagte noch vor der Diskussionsrunde erneut intern die Bürger-Jury und versah zwei der verbliebenen vier Entwürfe mit einer Diskussionsempfehlung für die öffentliche Abendveranstaltung: Die Variante "Platz als Gelenk" mit einer weitreichenden Bebauung, aber einer freien Fläche nahe des Kirchplatzes und die Variante "Freie Form" mit einer Bebauung, die um das Zentrum des Eichplatzes errichtet wird, und mehrere freie Plätze am Rand des Eichplatzes übrig lässt.

Allen Entwürfen gemeinsam ist, dass bestehende Sichtachsen der Stadt erhalten bleiben und dass bestehende Wegeachsen um den jetzigen Eichplatz herum, in die neue mögliche Bebauung verlängert werden. Auch sollen die Parkplätze an der dem Rathaus zugewandten Seite samt Straßenzubringer verschwinden, um eine Zerschneidung des öffentlichen Raumes durch den Verkehr zu vermeiden.

Ein erster Querschnitt der öffentlichen Diskussionen soll am morgigen Samstag vorliegen. In knapp zwei Wochen soll eine Pressekonferenz die Weiterentwicklung der Ideen präsentieren. Ab dem 19. September sollen dann bis zum 30. September Modelle des Eichplatzareals in der Rathausdiele ausgestellt werden. Doch dabei handele es sich nicht um endgültige Bauentwürfe, wie Stadtplaner Michael Heller von AS&P betont. Es gehe nach wie vor darum, einen Rahmenplan zu erstellen. Bis Ende 2016 soll der demokratische Ideenfindungs- und Konkretisierungsprozess fortgeführt werden.

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