#Politik  In 15 Jahren soll Jena völlig anders aussehen

Blick auf die beleuchtetet Innenstadt von Jena. Das Bild des Jenaer Stadtzentrums wird sich in den kommenden Jahren an mehreren Stellen wohl deutlich verändern.
Blick auf die beleuchtetet Innenstadt von Jena. Das Bild des Jenaer Stadtzentrums wird sich in den kommenden Jahren an mehreren Stellen wohl deutlich verändern.
Foto: Jan-Peter Kasper, dpa

Jena gilt als Boomtown im Osten - und die Stadt wächst weiter. So wird auch das Zentrum in den kommenden Jahren sein Bild verändern. Dazu werden drei große Projekte vorangetrieben.

Bis 2030 sollen in Jenas Innenstadt für mehrere Hundert Millionen Euro drei Großprojekte umgesetzt und das Zentrum so deutlich attraktiver werden. Neben der Bebauung des Eich- und des Inselplatzes zählt Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) dazu die Entwicklung des Areals am alten Uniklinikum in der Bachstraße. „Ich hoffe sehr, dass wir mit dem Land handelseinig werden und die Stadt das Areal erwerben kann, um die Entwicklung dort selbst in die Hand zu nehmen“, sagte Schröter der Deutschen Presse-Agentur. Der Kauf sei aber frühestens 2018 oder 2019 möglich.

Inselplatz in Jena „auf gutem Weg“

Am weitesten gediehen sind die Pläne für den Inselplatz. Dort will das Land einen neuen Campus für die Universität schaffen, mit Institutsgebäuden und einem Rechenzentrum. Die Rede ist von rund 110 Millionen Euro an Kosten. „Das Vorhaben ist auf einem guten Weg“, erklärte Schröter. „Wir sind dabei, das mit einem städtebaulichen Wettbewerb gestalterisch zu untersetzen - das machen Stadt und Land gemeinsam.“ Er gehe davon aus, dass das Bauvorhaben bis spätestens 2022 abgeschlossen sein werde. Positiver Nebeneffekt: Dadurch werden laut Schröter andere von der Universität genutzte Immobilien frei, wo etwa neue Wohnungen entstehen können.

Erster Spatenstich am Eichplatz in fünf Jahren?

Die ursprünglichen Pläne zur Bebauung des Eichplatzes am Intershop-Tower waren dagegen 2014 bei einer Einwohnerbefragung durchgefallen. „Daraufhin haben wir noch einmal neu angefangen“, sagte Schröter. Mit einem Leipziger Planungsbüro und Beteiligung der Bürger sei inzwischen eine neue Idee entwickelt worden, die in einen Rahmenplan einfließen werde. Angedacht sind drei Hochhäuser mit Geschäften, Büros und Wohnungen sowie ein kleiner Park. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in spätestens fünf Jahren - vielleicht auch eher - dort den ersten Spatenstich haben werden.“ Dies sei dringend nötig, auch damit der Einzelhandel im Zentrum an Attraktivität gewinne. Die Kosten von ebenfalls mehr als 100 Millionen Euro sollten Investoren aufbringen.

So sehen die Pläne für den Eichplatz in Jena aus:

Berlin als Vorbild für altes Uniklinik-Gelände

Auf dem ehemaligen Gelände des Universitätsklinikums in der Bachstraße schwebt Schröter ein Mix aus Wohnungen, Geschäften sowie innovativen Einrichtungen vor. Hierbei könnten auch benachbarte Häuser der Ernst-Abbe-Stiftung einbezogen und eine Art „Hackesche Höfe“ nach Berliner Vorbild entstehen, erklärte er. „Meine Vision ist, das bis etwa 2030 zu realisieren.“

Keine Sozialwohnungen in den Bereichen

Zur Schaffung von Sozialwohnungen hält der Oberbürgermeister diese Bauprojekte aber für ungeeignet - schon wegen der hohen Bodenpreise an diesen Quartieren. Dafür würden andere Standorte genutzt. Der Wohnungsmarkt in Jena gilt in Thüringen als besonders umkämpft, sodass im Frühjahr für die Stadt eine Mietpreisbremse erlassen wurde.

Kunsthalle? Stadion geht vor

Auftrieb könnte bei den Überlegungen aber die seit Jahren gehegte Idee einer Kunsthalle für die renommierte Sammlung der Stadt bekommen. „Der Eichplatz wäre dafür ein guter Standort“, so Schröter. Die Kunsthalle stehe aber nicht an erster Stelle und werde deswegen aktuell nicht besonders forciert. Zunächst müssten andere Vorhaben umgesetzt werden - als Beispiele nannte er das Stadion, eine neue Schwimmhalle und ein neues Kongresszentrum.

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Blick in das Stadion von Dynamo Dresden: Carl Zeiss Jena musste vor leeren Zuschängerrängen auflaufen. (Archivfoto)
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