Tödlicher Unfall an Bahnübergang ist Familientragödie

Beim Zusammenstoß des Güterzugs mit einem Auto sind drei Menschen ums Leben gekommen.
Beim Zusammenstoß des Güterzugs mit einem Auto sind drei Menschen ums Leben gekommen.
Foto: Bodo Schackow/dpa
  • Güterzug rammt Transporter - drei Menschen sterben
  • Die drei Toten gehören zu einer Familie
  • 19-Jährige hatte geschlossene Halbschranke umfahren

Das Umfahren einer geschlossenen Halbschranke hat zu dem Zusammenstoß eines Autos mit einem Güterzug geführt, bei dem am Dienstag drei Mitglieder einer Familie in Ostthüringen ums Leben gekommen waren. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, starben am Unglücksort in Lohma ein 19-Jähriger sowie eine 17-Jährige und eine 49 Jahre alte Frau. Die Opfer stammten aus dem Kreis Altenburger Land. Nach bisherigen Erkenntnissen saß der 19-Jährige am Steuer des Kleintransportes als er die geschlossene Halbschranke inmitten des kleinen Dorfes umfuhr. Was ihn dazu bewogen habe, liege völlig im Dunkeln, teilet die Polizei mit.

Fotos von der Unglücksstelle:

Transporter 200 Meter mitgeschleift

Die Bahnstrecke ist an diesem Abschnitt eingleisig. Der Güterzug kam aus Richtung Gera. Kurz vor dem Bahnübergang verläuft die Strecke in einer Art S-Kurve. Sie sei so für den Lokführer wahrscheinlich nicht so leicht einsehbar gewesen, hieß es weiter. Die Lok hatte den Kleintransporter beim Überqueren des Gleises seitlich erfasst und etwa 200 Meter mitgeschleift.

Auto völlig zerstört

Das Auto wurde dabei völlig zerstört. Die drei Toten mussten von der Feuerwehr aus dem Auto geschnitten werden. Das Unfallfahrzeug kann nach Aussagen der Sprecherin wegen des unwegsamen Geländes erst am Mittwochnachmittag von der Bundespolizei abtransportiert werden. Es wurde bislang lediglich zur Seite gezogen.

Zugverkehr wieder nach Plan

Der Zugverkehr läuft nach Polizeiangaben wieder nach Plan. Bei dem Unfall wurde die Halbschranke beschädigt. Deshalb müssen zwei Männer bis auf Weiteres die Straße beim Herannahen eines Zuges per Hand sperren. „Sie ziehen jedes Mal ein Absperrband über die Straße“.

Alle halbe Stunde ein Zug

Auf der eingleisigen Strecke verkehrt laut Deutscher Bahn im Schnitt alle halbe Stunde ein Zug. Der Güterzug gehöre zu einem privaten Unternehmen, sagte ein Bahn-Sprecher.

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Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke, M) und Innenminister Holger Poppenhäger (SPD, l) sehen am 1. November 2016 mit Regierungssprecher Günter Kolodziej in der Staatskanzlei in Erfurt. Bei einer Pressekonferenz stellten sie die Kommunikationskampagne zur Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform vor.
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Foto: arifoto UG/dpa
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