#Leben  Auslandsjahr in Chile: Henriette nimmt Abschied

Das „Valle de la luna“, das Tal des Mondes, ist eine Wüstenlandschaft in der chilenischen Region Antofagasta, die Henriette am Ende ihres Auslandsjahr noch besuchen durfte.
Das „Valle de la luna“, das Tal des Mondes, ist eine Wüstenlandschaft in der chilenischen Region Antofagasta, die Henriette am Ende ihres Auslandsjahr noch besuchen durfte.
Foto: Henriette Kempfert

Henriette Kempfert ist 17 Jahre alt und hat vor einem Jahr die zehnte Klasse in Deutschland abgeschlossen. Seit Sommer vergangenen Jahres besuchte sie eine Schule in Chile, nun ist die Reise zu Ende. Über ihre Erfahrungen berichtet die Thüringerin jeden Monat auf Thüringen24.

Jetzt sitze ich genau wie vor fast einem Jahr in meinem Zimmer mit gepackten Koffern, habe einen langen Flug vor mir und weiß nicht wirklich, was mich erwartet. Der einzige Unterschied ist, dass ich heute nicht voller Erwartungen auf die Reise ins Unbekannte hin fiebere, sondern auf ein Jahr mit unendlich vielen, unglaublich erscheinenden Momenten zurückblicke.

Eine Reise geht zu Ende

Für mich ist es unbegreiflich, dass nach monate- wenn nicht sogar jahrelanger Vorbereitung, der Eingewöhnungsphase, meinem Leben in Chile und nun der letzte Tag meines Austausches eingetroffen ist. Diesmal werde ich mich von meiner chilenischen Familie und meinen chilenischen Freunden verabschieden, mein chilenisches Zuhause für lange Zeit verlassen und mich wieder an den Alltag in Deutschland gewöhnen müssen. Dass das nicht weniger schwer wird als die anfängliche Anpassung hier, ist keine Frage. Doch vorher konnte ich diesen letzten Monat noch einmal aus vollen Zügen genießen und mehr Erfahrungen sammeln.

Ein Land - Zwei Welten

Endlich hatte ich die langersehnte Gelegenheit, den Norden Chiles kennenzulernen. Da ich an Berge und grüne Landschaft in Patagonien gewöhnt bin, war dieser ein wahrer Kontrast: Auf stundenlangen Busfahrten durch die Wüste sah man kaum etwas anderes als Sand und karge Landschaft. Doch auch der Norden hat unheimlich viel zu bieten: von dem berühmten „Valle de la luna“, dem Tal des Mondes, über Lagunen deren Salzgehalt höher ist als der des Toten Meers bis hin zu freilebenden Flamingos und riesigen Sanddünen. Während in Coyhaique an meiner Schule der Unterricht wegen heftigen Schneefällen ausfiel, konnte ich circa 3500 Kilometer weiter nördlich im selben Land bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein im pazifischen Ozean baden.

Ein Abschied von Freunden

Die Reise bedeutete für mich nochmals eine sehr wertvolle Erfahrung und ich bin generell unglaublich dankbar darüber, all die Möglichkeiten hier in Chile bekommen zu haben und so viele für mich sehr wichtige Menschen kennengelernt und enge Verbindungen geknüpft zu haben. Nach meiner Rückkehr in meine Region verbrachte ich die letzten zwei Wochen hauptsächlich mit meinen Freunden, um die letzte Zeit gemeinsam zu genießen.

Trotz der gepackten Koffer und meines fast leeren Zimmers habe ich es wahrscheinlich selbst noch nicht komplett realisiert, dass ich alles hier zumindest für einige Zeit erst einmal zurücklassen muss und mein Flug in ein paar Stunden losgeht.

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es mir bei meiner Rückkehr ergeht.

Diese Teile der Chile-Serie sind bisher erschienen:

Welt  Tod im Urlaubsparadies - Attentäter ersticht deutsche Frauen in Hurghada

Blick auf die Hotelanlagen in Hurghada, Ägypten, an deren Strand  ein Attentäter am Freitag mehrere Urlauber mit dem Messer attackierte. Bei der Messerattacke im ägyptischen Urlaubsort Hurghada am Roten Meer sind zwei deutsche Frauen getötet worden.
Blick auf die Hotelanlagen in Hurghada, Ägypten, an deren Strand ein Attentäter am Freitag mehrere Urlauber mit dem Messer attackierte. Bei der Messerattacke im ägyptischen Urlaubsort Hurghada am Roten Meer sind zwei deutsche Frauen getötet worden.
Foto: Christina Rizk/dpa

Die beiden deutschen Frauen sind an den Strand gekommen, um sich zu entspannen. Dann nimmt ein Mann schwimmend Kurs auf sie. Er hat ein Messer dabei. Und soll zur Terrormiliz IS gehören.

Mehr lesen