Göttingen: Polizei schnappt mutmaßlichen Frauenmörder – auch zweites Opfer tot!

Nach der tödlichen Attacke auf eine Frau in Göttingen hat die Polizei den mutmaßlichen Mörder gefasst.
Nach der tödlichen Attacke auf eine Frau in Göttingen hat die Polizei den mutmaßlichen Mörder gefasst.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • In Göttingen soll ein 52-Jähriger seine Ex-Freundin getötet haben
  • Eine Frau eilt zur Hilfe, sie wird lebensgefährlich verletzt
  • In einem Zug wird der Tatverdächtige am nächsten Morgen erkannt, kann aber fliehen
  • Jetzt hat die Polizei ihn geschnappt

Göttingen. Aufatmen in Göttingen!

Die Polizei hat Frank N. (52) gefasst! Am Freitagabend vermeldete die Polizei die Festnahme des mutmaßlichen Frauenmörders von Göttingen. Ein Zeuge hatte Frank N. in der Göttinger Innenstadt erkannt und die Beamten gerufen. Die konnten ihn gegen 23 Uhr vor einem Schnellrestaurant festnehmen.

Göttingen: Mutmaßlicher Frauenmörder gefasst

Der 52-Jährige soll am Donnerstag seine Ex-Freundin auf offener Straße getötet und anschließend angezündet haben. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Inzwischen gaben die Ermittler auf einer Pressekonferenz bekannt, dass auch eine Kollegin, die ihr zu Hilfe eilte, ihren Verletzungen erlag.

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Polizei stoppt Zug – Verdächtiger flüchtet

Schon Freitagfrüh waren die Polizisten Frank N. auf die Schliche gekommen. Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Mörder von Göttingen wurde in Elze bei Hildesheim ein Zug gestoppt.

Nach einem Hinweis des Personals sei der Zug am Freitagmorgen angehalten worden, sagte eine Polizeisprecherin. „Als die Beamten eintrafen, flüchtete die Person aus dem Zug. Die Suche dauert an“, hieß es da.

Nach Mord in Göttingen: Täter in Elze?

Der Gesuchte habe aus dem Zug entkommen können, nachdem ihn das Personal in einem Waggon eingeschlossen habe, berichtete die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“.

Tweet Elze

Nach Informationen der „Bild“ flüchtete der Mann durch ein Zugfenster. Demnach bestätigte die Polizei, dass eine Person in einem Metronom eine Scheibe eingeschlagen hat und danach entkommen ist.

Der Leiter der Göttinger Kriminalpolizei, Thomas Breyer, sagte dem Nachrichtenportal „Welt“, dass der Flüchtige vermutlich orientierungslos ist. Möglicherweise versuche er, nach Hannover, Hildesheim oder Hameln zu gelangen.

Am Freitagabend berichtete die „Hildesheimer Allgemeine“, dass die Polizei einem Hinweis aus der Bevölkerung nachgeht und den Mordverdächtigen unter anderem am Maschsee in Hannover suche. Auch im Stadtgebiet Hannover waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort.

Polizei Göttingen fahndet nach Täter

Die 44 Jahre alte Frau und der Tatverdächtige waren den bisherigen Ermittlungen zufolge am Donnerstagmittag im Stadtteil Grone auf der Straße in Streit geraten, sagte die Sprecherin. Dabei habe der Mann die Frau massiv angegriffen und sie so schwer verletzt, dass sie noch am Tatort starb.

Göttingen tweet

Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung hatte der Mann das Opfer am Donnerstagmittag in Göttingen nach einem Streit auf der Straße zunächst niedergestochen. Danach soll er mit einem Feuerlöscher auf seine Ex-Freundin eingeschlagen, sie mit Benzin übergossen und angezündet haben.

Die Polizei wollte zu diesen Details auch aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nichts Näheres sagen. Laut „Bild“-Zeitung war der Mann bereits wegen häuslicher Gewalt aufgefallen.

Göttingen: Mann attackiert Helfer

Zeugen, die der Frau helfen wollten, seien ebenfalls attackiert worden. Eine Kollegin erhielt drei Stiche in den Rücken. Sie erlag ihren Verletzungen am Samstag.

Dabei habe zumindest eine Frau so schwere Verletzungen erlitten, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.

War es ein Messer?

Informationen, dass es sich bei der Tatwaffe um ein Messer handelte, wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen.

Polizei Göttingen

Zu Einzelheiten der Tat und einem möglichen Motiv gab es zunächst keine konkreten Angaben.

Mann flüchtet per Fahrrad

Nach der Tat flüchtete der Mann auf einem Fahrrad. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot an Beamten nach dem Verdächtigen. Dabei war auch ein Hubschrauber im Einsatz.

Bahnhof Göttingen gesperrt - Bahn fährt anders

Während der Großfahndung sperrte die Deutsche Bahn am Donnerstag vorsorglich den Göttinger Bahnhof und die Strecke zwischen Hannover beziehungsweise Hildesheim und Kassel.

Mehrere Züge im Fernverkehr wurden umgeleitet. Die Sperrung wurde nach rund zwei Stunden aufgehoben.

Göttingen

(dpa/ck)