Maischberger – Günther Jauch gesteht: Deshalb musste er in der Schule heulen

Günther Jauch war zu Gast bei Sandra Maischberger in der ARD.
Günther Jauch war zu Gast bei Sandra Maischberger in der ARD.
Foto: ARD

Günther Jauchs Anekdoten passten eigentlich gar nicht so recht in die Runde bei Maischberger am Dienstag: Im ersten Teil des Talks „Maischberger - die Woche“ ging es um den Skandal um AfD-Mann Stephan Brandner.

Der ist jüngst als Vorsitzender des Rechtsausschusses abgewählt worden, weil er immer wieder mit teils fremdenfeindlichen Äußerungen für Empörung gesorgt hatte.

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Maischberger: AfD-Mann als Bundestagsvize?

„Welt“-Journalist Robin Alexander befand bei Maischberger: Man müsse AfD-Leuten bei der Postenvergabe im Bundestag grundsätzlich eine Chance geben - nur eben nicht solchen wie Brandner. „Es gibt ja noch den vakanten Posten des Bundestagsvizepräsidenten.“ Wenn die AfD dort jemanden präsentiere, „der sich tatsächlich vernünftig verhält“, sollten die anderen Parteien überlegen, den auch mitzuwählen.

Später sprach Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht über ihren Rückzug aus der Spitzenpolitik und ihre Diagnose Burn-Out.

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Maischberger spricht mit Jauch über Bildung

Günther Jauch sorgte dann eher fürs heimelige Schmunzeln. Sandra Maischberger sprach mit ihm über Bildung.

Und der Zuschauer erfuhr etwas über Jauchs Verhältnis zur Nadelarbeit. „Nadelarbeit?“, fragte Maischberger.

„Ja, Stricken, Sticken, Knopf annähen.“ Das habe ihm nicht so gelegen, erzählt Jauch. In der dritten Klasse habe er in dieser Disziplin die Note 5 bekommen. „Das war das einzige Mal, dass ich bei ner Note geheult hatte. Weil den Turnbeutel, den ich gestrickt hatte, fand ich eigentlich ganz schön.“

Günter Jauch bei Maischberger: „Ich wollte erst mal chillen“

Jauch, der sein Abitur mit einem Notenschnitt von 3,1 erlangte, sprach auch über seinen Vater, einen klassisch und hochgebildeten Mann, wie er sagt. Er habe seinem Sohn geraten: „Versuch doch wenigstens am Schwanz des ersten Drittels zu sein.“ Das sei ihm nicht immer gelungen.

Der schulische Erfolg im Abitur sei „deutlich unwichtiger“ gewesen, als das für viele Schüler heutzutage sei. „Mir war das völlig egal. Ich hatte keine Lust danach zu studieren, ich wollte erst mal chillen, wie man heute sagt.“, erzählt Jauch, der gemeinhin als durchaus als Mensch von hoher Allgemeinbildung gilt.

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„Scheitern bringt einen nach vorne“

Scheitern sei wichtig, findet Jauch: „Weil es einen nach vorne bringt.“ Und ein gebildeter Mensch sei jemand, der sein Leben sinnhaft gestalten könne - das habe nicht unbedingt etwas mit Buchwissen zu tun.

Er selbst habe seinen Vater nach seiner „eher mäßig“ erfolgreichen Schulzeit beruhigen können: „Mein Vater hat mal an einen Bekannten in einem Brief geschrieben: "Günther verdient beim Fernsehen viel Geld, keiner weiß, warum oder wofür." Aber er hat gesehen, dass ich meinen Weg da schon mache.“ (pen)