Doppelmord in Nordhausen: Könnte dieser Beweis das Urteil verschieben?

Am Montag könnte das Urteil im Doppelmord-Prozess gesprochen werden.
Am Montag könnte das Urteil im Doppelmord-Prozess gesprochen werden.
Foto: dpa

Mühlhausen. Der Prozess um einen Doppelmord in Nordhausen zu Heiligabend 2018 steuert am Montag (9.30 Uhr) auf die Plädoyers zu. Das Urteil könnte sich eventuell dennoch verzögern.

Zunächst wollen die Richter am Landgericht Mühlhausen noch über einen weiteren Beweisantrag entscheiden und die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten erörtern. Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, dass über die Spuren in einer Garage gesprochen wird.

Doppelmord in Nordhausen: Woher hat der Angeklagte die 400 Euro?

Dort will der 57 Jahre alte Angeklagte Geld gelagert haben. Laut Staatsanwaltschaft könnten die 400 Euro, die er am Tattag plötzlich zur Verfügung hatte, auch aus der Wohnung der getöteten Eheleute stammen. Ein Spurentechniker soll sich dazu äußern.

Nach den persönlichen Verhältnissen könnte die Beweisaufnahme dann geschlossen und die Plädoyers gehalten werden.

______________________

Mehr zum Thema:

Doppelmord in Nordhausen: Rentnerpaar brutal tot geschlagen – Polizei sucht nach „blutverschmierten“ Tätern

Nach Doppelmord in Nordhausen: Verdächtiger kommt vor den Haftrichter

Thüringen: Doppelmord in Nordhausen – Angeklagter erleidet Panikattacke zu Prozessstart

______________________

Geständnis zu Beginn des Prozesses

Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn gestanden, die 80 und 82 Jahre alten Eheleute mit einem Messer getötet zu haben.

Er will sich von ihnen bedrängt gefühlt haben. Deshalb stach er zu. Beide Opfer verbluteten. (dpa)