Harz: Leichtsinns-Aktion am Brocken – Touristen von Sturm und Nebel überrascht

Trotz heftigen Windböen trauen sich viele Touristen auf den Brocken.
Trotz heftigen Windböen trauen sich viele Touristen auf den Brocken.
Foto: Matthias Strauß

Wer öfter auf dem Brocken im Harz unterwegs ist, der hat es mit Sicherheit schon selbst erlebt: Hier peitscht der Wind noch einmal deutlich kräftiger, als im Flachland. Am Wochenende hatte der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung für den Brocken herausgegeben.

Dabei wurde vor Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Kilometern pro Stunde und dichtem Neben auf dem Brocken im Harz gewarnt. Doch die Warnung hielt viele Urlauber nicht von einem Besuch ab. Eine wirklich leichtsinnige Aktion

Harz: Sturmwarnung hielt Besucher nicht ab

Trotz nasskaltem Wetter bei 13 Grad Celsius, dichten Nebel und orkanartigen Böen stürmten am Sonntagnachmittag zahlreiche Wanderer den Brocken im Harz.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Niedersachsen: LKA findet Dutzende Waffen – Beschuldigte wohl aus rechter Szene

Hannover: Mädchen (5) in Märchensee ertrunken – es spielte vorher mit zwei anderen Kindern

A2 bei Helmstedt: Mann stirbt nach Horror-Crash – Feuerwehr sauer wegen fehlender Rettungsgasse

-------------------------------------

Da in einigen Bundesländern bereits Sommerferien sind, waren auch viele Urlauber darunter. Die meisten von Ihnen hatten wohl nicht mit dem herbstlichen Wetter gerechnet, waren viel zu leicht gekleidet und zeigten sich überrascht vom heftigen Wind. Teilweise waren auch Eltern mit ihren Kindern auf den Brocken gekommen.

DWD warnte vor heftigen Windböen

Noch bis zum Abend warnte der Deutsche Wetterdienst vor Windgeschwindigkeiten zwischen 95 km/h und 110 km/h. So hieß es unter anderem: „Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!"

>>> Eintracht Braunschweig im Live-Ticker: Völlig verrücktes Torfestival in Meppen!

Glücklicherweise eskalierte die Lage jedoch nicht so stark, wie vor einigen Monaten. Damals musste sogar die Bundeswehr eingreifen und Wanderer aus dem Harz aus ihrer misslichen Lage retten. . (fb)