Thüringen: Häftling (†30) nimmt sich das Leben – jetzt hat sein Tod ein Nachspiel

Ein Häftling der JVA Tonna in Thüringen hat Selbstmord begangen. Womöglich hat das jetzt Konsequenzen für die Aufpasser. (Symbolbild)
Ein Häftling der JVA Tonna in Thüringen hat Selbstmord begangen. Womöglich hat das jetzt Konsequenzen für die Aufpasser. (Symbolbild)
Foto: Jens Büttner/dpa

Tonna. Nach dem Selbstmord eines 30 Jahre alten Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Tonna (Thüringen) ermittelt die Staatsanwaltschaft Erfurt gegen zwei Bedienstete der Haftanstalt.

Ermittelt werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt am Freitag auf Anfrage. Zuvor hatte MDR Thüringen berichtet.

Thüringen: Mann begeht Suizid in JVA Tonna

Der Inhaftierte war vor zwei Wochen tot in seiner Zelle entdeckt worden. Laut Staatsanwaltschaft Erfurt handelt es sich zweifelsfrei um einen Suizid. Die Beamten, gegen die ermittelt wird, seien unter anderem für die Videoüberwachung der Zelle zuständig gewesen, sagte der Sprecher.

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Der Mann war nach früheren Angaben des Justizministeriums Thüringen wegen Drogenkriminalität inhaftiert und allein in der Zelle untergebracht. Das Ministerium hatte auch mitgeteilt, dass der Mann nicht als suizidgefährdet galt.

Anmerkung der Redaktion

Normalerweise berichten wir nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen.

Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. (dpa/ck)