Kreis Wolfenbüttel: Tierschützerin aus Schöppenstedt steht unter massiver Kritik – war alles nur eine große Lüge?

Auch Waschbären kamen bei der Kleintierhilfe in Schöppenstedt unter. (Symbolbild)
Auch Waschbären kamen bei der Kleintierhilfe in Schöppenstedt unter. (Symbolbild)
Foto: imago images / teutopress

Schöppenstedt. Schwere Vorwürfe gegen eine selbsternannte Tierschützerin aus Schöppenstedt im Kreis Wolfenbüttel!

Es geht um die Leiterin des Vereins „Kleintierhilfe & Exotenasyl“. Sie soll ihre Wohnung Anfang des Monats spontan verlassen haben, berichtet die „Wolfenbütteler Zeitung“.

Kreis Wolfenbüttel: Kleintierhilfe unter Beschuss

Seitdem ist es still um die sonst so die Öffentlichkeit suchende Frau geworden. Auch eine Anfrage von news38.de beantwortet sie seit Tagen nicht. Die Internetseite ist seit langem verwaist.

Die junge Frau hatte seit drei Jahren zum Beispiel Waschbären und Marder bei sich aufgenommen. Sie hatte gerettet, genau wie , und .

Futter weggeworfen? Geldspenden selbst verprasst?

Die Vorwürfe gegen sie wiegen schwer: Nachbarn berichten von unhygienischen und unhaltbaren Zuständen in der Tierschutzstation. Futterspenden seien im Müll gelandet. Mehr noch: Geldspenden soll sie nicht für die Tiere, sondern für sich selbst verwendet haben.

-----------------

Mehr von uns:

-----------------

Eine Tierschützerin sagt, bei dem Verein seien Tiere teils falsch gefüttert worden. Die Vorsitzende habe keine Ahnung von einem richtigen Umgang mit Tieren gehabt. Unter anderem sei es zu eng gewesen – das soll die selbsternannte Tierschützerin auch gewusst haben. Es soll auch schon eine Hausdurchsuchung bei ihr gegeben haben, die offenbar wenig Konsequenzen hatte.

Facebook-Gruppe gegen Kleintierhilfe

Schon lange erheben Tierschützer Vorwürfe gegen die Leiterin der Kleintierhilfe. Es gibt sogar eine Facebook-Gruppe namens „Tierschmutz Schöppenstedt“ – mit dem Zusatz „Wie täusche ich tierliebe Menschen und stecke deren Spenden für notleidende Tiere in die eigene Tasche?“

Ermittlungen gegen selbsternannte Tierschützerin

Der Landkreis Wolfenbüttel war für eine Stellungnahme zu dem Fall nicht zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig teilte news38.de mit, dass die Leiterin für die Haltung einiger Tiere eine tierschutzrechtliche Genehmigung hätte beantragen müssen – das habe sie aber nicht getan.

Das stelle eine Ordnungswidrigkeit dar. Außerdem sei ein Bußgeldbescheid ergangen – gegen diesen sei bei der zuständigen Ordnungsbehörde Einspruch eingelegt worden.

Aber, was ist mit den Tieren passiert? „Entweder freigelassen, tot und bereits irgendwo verscharrt“, sagte ein Tierschützer der „Wolfenbütteler Zeitung“, der die Kleintierhilfe schon lange kritisiert hatte. (red)