Spielplätze in Thüringen: Alles neu? Städte setzten immer mehr auf DIESE Konzepte

Neu gestaltet wurde der Spiel- und Grillplatz am ehemaligen Klärwerk in Erfurt in Thüringen.
Neu gestaltet wurde der Spiel- und Grillplatz am ehemaligen Klärwerk in Erfurt in Thüringen.
Foto: IMAGO / Karina Hessland

Thüringen. Spielplätze für alle Generationen - Bei der Erneuerung von Spielplätzen achten Kommunen in Thüringen nun mehr auf ältere Leute.

Spielplätze für Groß und Klein in Thüringen

Auf den Spielplätzen in Thüringen entstehen immer mehr Angebote für jedes Alter. Es werden unter anderem mehr Fitnessgeräte oder Bänke mit Lehnen aufgestellt, um auch ältere Besucher anzulocken. „Der generationenübergreifenden Nutzung wird immer mehr Rechnungen getragen“, erklärt Anja Schultz von der Stadtverwaltung Erfurt. Bei der Planung von neuen Spielplätzen werde auch stärker auf Inklusion und Barrierefreiheit geachtet. Das kostet jedoch auch einiges. Für die Instandhaltung der 140 Spielplätze fallen zum Beispiel in Erfurt jährlich Kosten von 180.000 bis 200.000 Euro an.

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In Weimar wird Sprecher Andy Faupel zufolge ebenfalls vermehrt auf inklusive, sowie altersübergreifende Spielgeräte gesetzt. Auf den 28 städtischen Spielplätzen in Nordhausen gehen die Trends Richtung Bewegung, Motorik und Fitness, berichtet auch Sprecher Lutz Fischer. Trotzdem seien auch Schaukeln, Rutschen, Wippen und Karussells nach wie vor überall beliebt, bestätigten die Kommunen Erfurt, Jena, Gera, Nordhausen, Eisenach und Weimar.

Für die 70 kommunalen Spielplätze in Gera fallen laut Sprecherin Claudia Steinhäußer jedes Jahr Hunderttausende Euro nur für Reparaturen an. An teure Neuinvestition sei somit nicht zu denken. Sie erzählt: „Die Möglichkeit, Trends auf dem Spielgerätemarkt zu folgen, besteht in der Stadt Gera derzeit leider nicht.“

Thüringen: Spielplätze während der Corona-Pandemie

Nicht nur in der Erneuerung der Spielplätze , sondern auch in ihrer Nutzung während der Corona-Pandemie unterscheiden sich die Städte stark. Während in Weimar, Eisenach und Jena die Spielplätze trotz kurzzeitiger Sperrung im vergangenen Jahr stärker genutzt wurden, stagnierten die Besucherzahlen in Gera.

Ebenso variieren auch Probleme mit Vandalierern und Schmierfinken von Stadt zu Stadt. Bei der Stadtverwaltung in Eisenach heißt es:„Vandalismus ist in der Vergangenheit selten ein Thema gewesen“. Auch Nordhausen, Erfurt und Weimar scheinen kein großes Problem mit Vandalierern auf Spielplätzen zu haben.

Jedoch wird sich in Erfurt über den Diebstahl von Piktogramm- und Alkoholverbotsschildern geärgert. Auf den Spielplätzen in Weimar ginge es vor allem um Graffitis, zerbrochene Glasflaschen und umherliegenden Müll.

In Gera habe sich hingegen ein kostenspieliger Aufwand für Reinigungsarbeiten während der Pandemie deutlich erhöht. Dies sei insbesonders durch eine vermehrte Nutzung als Treffpunkt, sowie Alkohol- und Drogenkonsum auf den Spielplätzen passiert. Außerdem seien Aufenthaltsverbote außerhalb der Öffnungszeiten während des Lockdowns oft missachtet worden, sodass vermehrt Ordnungskräfte eingreifen mussten.

Sicherheit ist an den Spielplätzen in Thüringen das oberste Gebot

In einem Punkt gleichen sich jedoch alle Spielplätze der Städte in Thüringen: Im hohen Aufwand für die Sicherheit von Spielgeräten und Anlagen. In jeder Kommune werden mindestens einmal wöchentlich Sichtkontrollen an den Spielplätzen vorgenommen und daraufhin, wenn notwendig eine Reinigung veranlasst. Zusätzlich werden die Geräte mindestens einmal im Quartal auf ihre aktuelle Funktionstüchtigkeit überprüft. Nur einmal im Jahr erfolgt eine sicherheitstechnische Hauptuntersuchung durch einen externen Prüfer. (mbe/ dpa)