Putin gehen die Soldaten aus – kommt die Generalmobilmachung?

Wird Putin die Generalmobilmachung ausrufen?
Wird Putin die Generalmobilmachung ausrufen?
Foto: picture alliance / AA | Stringer

Putin untersteht eines der größten und stärksten Militärs der Welt. Man schätzt seine Truppenstärke auf, sage und schreibe, 1 Millionen Streitkräfte! Doch im Ukraine-Krieg scheint es an seine Grenzen zu stoßen.

Nach dem US- Geheimdienst CIA sollen bereits 15.000 russische Soldaten im Krieg gefallen sein. Nach Informationen aus der Ukraine haben bereits 40.000 russische Soldaten im Krieg ihr Leben gelassen. Und in US-Regierungskreisen kursiert sogar die Zahl von 75.000 getöteten russischen Soldaten.

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Wie viele russische Soldaten es denn nun sind – das kann man nicht genau sagen. Doch es werden nicht wenige sein, wie alle Zahlen zeigen. Hinzukommen diejenigen, die verwundet und kriegsmüde sind. Deswegen erstaunt es nicht, dass sich Russland darum bemüht, weitere Soldaten zu finden. Wie es jedoch der flächenmäßig größte Staat anstellt, verwundert dann doch.

Einzelne Regionen und Städte werben Freiwillige in Online-Stellenangeboten an. Dort werden beispielsweise gezielt 20-bis 50-jährige Männer gesucht. Ihnen wird eine Einmalzahlung, in Höhe von 2000 Euro, versprochen. Es soll ein monatliches Gehalt von 600 Euro folgen. Und sobald sie im Kriegsgebiet eingesetzt werden, bekommen sie sogar 2300 Euro pro Monat. Wenn sie fallen, winken ihren Angehörigen hohe Geldbeträge.

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Ukraine-Krieg: Auch in russischen Gefängnissen wird nach Soldaten gesucht

Was für deutsche Verhältnisse nicht sonderlich viel klingt, ist für russische Verhältnisse gar nicht mal so schlecht! Denn das Durchschnittsgehalt in Russland beträgt umgerechnet 700 Euro.

Russland lockt jedoch nicht nur Freiwillige aus der Zivilgesellschaft zum Kriegsdienst. Es sucht auch in Gefängnissen nach potenziellen Soldaten. So werden Gefängnis-Insassen gezielt angesprochen. Ebenfalls Geld sollen sie erhalten und sie dürfen auf eine spätere Freilassung hoffen, wenn sie überleben.

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Wenn Putin hingegen den Weg der Generalmobilmachung ginge, würden alle volljährigen Russen zum Kriegsdienst verpflichtet werden. Jedoch gibt es dafür eine zwingende rechtliche Voraussetzung: Putin müsste den Ukraine-Krieg "Krieg" nennen, was er bislang jedoch vermieden hat. Er nennt den Ukraine-Krieg „militärische Spezialoperation“.