SWE Volleyteam: Neuer Name, neuer Trainer, neues Logo

Manuel Müller und Ex-Trainer Heiko Herzberg
Manuel Müller und Ex-Trainer Heiko Herzberg
Foto: Axel Heyder

Das war schon ein kleiner Paukenschlag am Montag, was den Erstliga-Volleyball in Erfurt betrifft. Das SWE Volleyteam bleibt zwar als Abkürzung das SWE Volleyteam, dennoch hat sich der Name geändert. Zudem gibt es einen Wechsel in der Position des Cheftrainers. Viel Aufregung also um den künftigen Bundesligisten, der sich mit den besten deutschen Teams messen wird.

Neuer Trainer des SWE Volleyteams im Interview

Der langjährige Cheftrainer Heiko Herzberg, der organisatorisch als Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft, Teammanager und Sportdirektor künftig in der ersten Bundesliga genug Beschäftigung hat, hat sich selbst auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht. „Manuel Müller kenne ich schon lange. Er ist noch jünger als ich, hat Ideen und wird dem Team neue Impulse verleihen.“ Das ist sich Herzberg sicher, der immerhin acht Jahre den Spielbetrieb der Damen leitete. Und dem es nicht leicht fällt diese ihm ans Herz gewachsene Aufgabe in fremde Hände zu geben.

Stadt muss im Namen stehen

Aus einem dem Sponsoren geschuldeten Namen musste in der Ersten Volleyball Bundesliga nun zudem ein neuer Name werden, denn die Stadt muss in der Namensnennung erkennbar sein. Aus dem von den Erfurter Stadtwerken unterstützten SWE Volleyteam wird künftig „Schwarz-Weiß Erfurt – Volleyteam“. Somit bleibt zwar SWE als Abkürzung erhalten, dennoch bekommt sie eine andere Bedeutung. Schwarz-Weiß Erfurt kann zudem nicht mit den unter Rot-Weiß firmierenden Teams im Fußball oder Tennis verwechselt werden, grenzt sich also eindeutig ab. Auch das Logo ist neu.

Damit konnten Herzberg und Müller heute echte Aufbruchsstimmung erzeugen. Bis auf eine Diagonalspielerin, die noch gesucht werde, sei der Team bereits vollständig nominiert. Diensttagfrüh beginnt der Trainingsbetrieb. Möglichst viele Wettkampfsituationen in der Vorbereitung sollen helfen, in der ersten Saison mehr als nur Kanonenfutter zu sein. Von seinem Team zeigt sich Müller überzeugt: „Wir haben ein paar junge, hungrige Spielerinnen dabei, die ihre Klasse unter Beweis stellen wollen.“ Insgesamt drei Amerikanerinnen werden der Mannschaft zusätzlich Klasse verleihen. „Volleyball ist ein schöner und spektakulärer Sport.“ Mit tollen Fights auch gegen die Spitzenteams will man das Erfurter Publikum überzeugen.

Günstiger Zeitpunkt für Aufstieg

Der Zeitpunkt für den Aufstieg von Schwarz-Weiß Erfurt ist denkbar günstig, bestimmen doch nicht allein die sportlichen Dinge, ob ein Verein im Oberhaus mitspielen kann. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen müssen ebenfalls stimmen. Auch deswegen werden in der kommenden Saison nur elf Teams auf höchstem Niveau spielen können. Nur ein Team muss die Liga verlassen, falls in den unteren Ligen überhaupt Anträge zum Spielbetrieb in der Ersten Bundesliga gestellt werden, was keinesfalls sicher ist. In Erfurt hofft also man darauf, langfristige Strukturen für hochklassiges Volleyball aufbauen zu können. Die Voraussetzungen waren nie günstiger.