Holzkreuz in Marbach: Pfarrer kritisiert Protestaktion gegen Moscheebau

In Erfurt-Marbach wurde als Protest gegen die geplante Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde ein Holzkreuz errichtet.
In Erfurt-Marbach wurde als Protest gegen die geplante Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde ein Holzkreuz errichtet.
Foto: Marcus Scheidel
  • Bündnis „Bürger für Erfurt“ stellte am Samstag Holzkreuz in Erfurt auf
  • Marbacher Pfarrer kritisiert die Protestaktion gegen den Bau der Ahmadiyya-Moschee

Mit einem riesigen Holzkreuz hat das Bündnis „Bürger für Erfurt“ gegen die Moscheebaupläne in Erfurt-Marbach protestiert - und ist damit auf Kritik aus Kirchenkreisen gestoßen. Das rund zehn Meter hohe Kreuz wurde am Samstag auf einem Grundstück neben der als Baugrund vorgesehenen Fläche errichtet. Bisher gebe es keine Hinweise auf eine Straftat, hieß es am Sonntag von der Polizei. Doch sei noch zu prüfen, wem das Grundstück gehöre.

Bilder von dem Holzkreuz in Marbach:

Der Marbacher Pfarrer Ricklef Münnich kritisierte, dass die Moschee-Gegner das Kreuz als christliches Symbol missbrauchten. Dieses Kreuz sei kein Christus-Kreuz, schrieb er am Sonntag in einer Mitteilung. Vielmehr werde hier versucht, auf der grünen Wiese einen Kulturkampf „Kreuz gegen Minarett“ auszurufen - von Menschen, die sich der Kirche gar nicht zugehörig fühlten.