Diese Widersprüche haben die Moschee-Gegner eingereicht

Anischt der Pläne für den Moschee-Neubau in Erfurt-Marbach. (Archivfoto)
Anischt der Pläne für den Moschee-Neubau in Erfurt-Marbach. (Archivfoto)
Foto: dpa
  • Zehn Widersprüche gegen Moschee-Bau in Erfurt-Marbach
  • Landesverwaltungsamt prüft Einsprüche gegen Bauvorantrag der Ahmadiyya-Gemeinde

Mit den Widersprüchen gegen den geplanten Bau einer Moschee in Erfurt-Marbach beschäftigt sich momentan das Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar. Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde hatte im Dezember eine positive Rückmeldung der Stadt Erfurt für ihre entsprechende Bauvoranfrage der Moschee erhalten. Kritiker des Bauvorhabens nutzten ihr Einspruchrecht und meldeten offiziell Zweifel bei der Verwaltung an.

Das befürchten die Moschee-Gegner:

Aus elf verschiedenen Gründen wurden Widersprüche eingelegt, wie ein Sprecher der Stadt Erfurt auf Thüringen24-Anfrage mitteilt. Ein Widerspruchsgrund sei in der Zwischenzeit von einem Antragsteller zurückgenommen wurden. In den verbleibenden zehn Einsprüchen werden unter anderem folgende Gründe genannt, die gegen das Projekt sprechen:

  • Die Moschee führe zu einer unzumutbaren Erhöhung des Straßenverkehrs.
  • Marbach sei kein passender Standort, da dort keine Gemeindemitglieder der Ahmadiyya wohnten.
  • Die Bürger hätten Angst vor interreligiösen Konflikten.
  • Lärmbelästigungen könnten durch einen extremen Zulauf der Moschee entstehen, da es die erste ihrer Art in Thüringen wäre.
  • Die Moschee könnte auch zu einer Art Pilgerstätte für rechte Gruppierungen werden, was Ängste erzeuge.
  • Außerdem lebe auf der betroffenen Fläche der gleichermaßen besonders geschützte und bedrohte Feldhamster.

Vier der zehn verbliebenen Widersprüchsgründe wurden als Sammelwidersprüche eingelegt. Die Stadt hatte zunächst die Widersprüche geprüft und an das Landesverwaltungsamt weitergegeben.

Entscheidung erfolgt noch innerhalb dieses Jahres

In Weimar bestätigt man auf Anfrage den Eingang der Einzel- und Sammelwidersprüche, an denen insgesamt 32 Personen beteiligt sind, so Adalbert Alexy, Sprecher des Landesverwaltungsamtes. Da eine Person, die Widerspruch eingelegt hat, jedoch in Berlin wohnt, könnte sich ein Widerspruch bereits im Vorfeld erledigen.

Alle Personen, die Einspruch eingelegt haben, erhalten nun bis zum 7. April Kostenbescheide zugestellt, da für die Bearbeitung solcher Anliegen Gebühren entstehen. Mit einem Ergebnis des Widerspruchsverfahrens könne laut Alexy noch innerhalb dieses Jahres gerechnet werden. Ungeachtet des laufenden Verfahrens kündigte die Ahmadiyya-Gemeinde am Montag an, den finalen Bauantrag für die Moschee in den nächsten Tagen einzureichen.

Mehr zur geplanten Moschee in Erfurt-Marbach findet ihr unter dem Hashtag #Moschee.