Freibäder und neue Schwimmhalle: Das sind die Pläne der Stadt

Das Freibad in Möbisburg und das Dreienbrunnenbad in Erfurt sollen in den kommenden Jahren saniert werden. (Symbolbild)
Das Freibad in Möbisburg und das Dreienbrunnenbad in Erfurt sollen in den kommenden Jahren saniert werden. (Symbolbild)
Foto: Ralf Hirschberger/dpa
  • Oberbürgermeister Andreas Bauswein stellte Pläne für Schwimmbäder in Erfurt vor
  • Dreienbrunnenbad und Freibad in Möbisburg sollen saniert werden
  • Neue Schwimmhalle soll Roland-Matthes-Schwimmhalle und Schwimmbad am Johannesplatz entlasten

Es tut sich etwas in der Bäderlandschaft in Erfurt! Nachdem sich Bürgerinitiativen stark für Erhalt und Sanierung des Dreienbrunnenbades und des Freibades in Möbisburg eingesetzt hatten, verkündeten Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) und Kathrin Weiß, Chefin der SWE Bäder GmbH, am Donnerstag die gute Nachricht: Beide Freibäder sollen in den kommenden Jahren instandgesetzt werden. Zusätzlich soll Erfurt eine weitere Schwimmhalle bekommen – vorausgesetzt der Stadtrat stimmt zu.

Druck der Bürgerinitiativen zeigt Wirkung

„Hunderte Menschen auf dem Fischmarkt und 1000 Unterschriften, das ist eine Hausnummer. Das kann man nicht einfach ignorieren“, gibt Andreas Bausewein zu und spielt damit auf das große Engagement an, das für das Dreienbrunnenbad und das Möbisburger Freibad aus der Bevölkerung kam. Der gemeinsame Plan mit der SWE Bäder GmbH, einer Tochter der Erfurter Stadtwerke, sieht deshalb vor, dass beide Bäder saniert werden.

Becken und Gebäude im Dreienbrunnenbad sollen saniert werden

Den Anfang macht das Dreienbrunnenbad, denn dort ist, so Bausewein, der bauliche Druck am größten. In dem historischen Bad, dessen Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, sollen ab Herbst 2018 bis zum Beginn der Freibadsaison 2019 die Schwimmbecken und die Technik instandgesetzt werden. Die Sanierung des Gebäude-Ensembles auf dem Dreienbrunnen-Gelände ist bis 2020 geplant.

Instandsetzung der Becken im Freibad Möbisburg geplant

Im Herbst 2020 beginnen laut aktuellem Plan dann auch im Freibad in Möbisburg die Sanierungsarbeiten, dort sollen bis 2021 die Schwimmbecken fit gemacht werden. Eine Renovierung der Gebäude im Möbisburger Bad ist laut Bausewein und Weiß momentan nicht in Planung. Das sei von der Bürgerinitiative aber auch nicht gefordert worden.

Neue Schwimmhalle nach der Buga 2021 in Sicht

Nach der Bundesgartenschau 2021, die ebenfalls im Verantwortungsbereich von Bäder-Chefin Kathrin Weiß liegt, soll das Hallenbad-Problem in der Landeshauptstadt in Angriff genommen werden. „Wir brauchen eine dritte Schwimmhalle oder eine Erweiterung“, bringt es OB Bausewein auf den Punkt. Denn die Schwimmhalle am Johannesplatz und die Roland-Matthes-Schwimmhalle platzen aus allen Nähten. Die Hallenbäder müssen Raum für den Vereins- und Schulsport bieten, doch auch Freizeit-Schwimmer wollen sie nutzen.

Damit das besser zu organisieren ist, soll eine neue Schwimmhalle entweder als Neubau im Erfurter Norden oder als Anbau an eines der bestehenden Bäder entstehen. Dort könnten Vereine und Schulklassen unterkommen und so den Weg für „Ottonormalschwimmer“ in den anderen Bädern frei machen. „Ziel ist es, die Schwimmhalle am Johannesplatz zu entlasten und mehr für die öffentliche Nutzung zugänglich zu machen“, fasst Kathrin Weiß zusammen.

Pläne müssen durch den Stadtrat

Soweit die Theorie. Praktisch muss die Vorlage von Oberbürgermeister Bausewein nun ihren Weg durch Ausschüsse und Stadtrat erfolgreich meistern, damit die Sanierungs- und Neubaupläne der Erfurter Bäder tatsächlich umgesetzt werden. Der SPD-Politiker zeigte sich dazu aber optimistisch: „Ich halte das eher für eine Formsache.“ Zustimmung zu den Plänen des Oberbürgermeisters kam am Donnerstag bereits von der Fraktion der Linken. „Die angekündigten Pläne klingen vielversprechend“, heißt es in einer Mitteilung. Auf die Prognose, dass die Entscheidung noch vor dem Sommer fällt, wollte Bausewein sich aber trotzdem nicht einlassen.

Ohne Kosten geht es nicht

Immerhin kommen mit den Plänen auch Kosten auf die Stadtverwaltung und SWE Bäder GmbH zu. 3,3 Millionen Euro Investition werden für das Dreienbrunnenbad und 2,6 Millionen Euro für das Freibad in Möbisburg veranschlagt. Für die Schwimmhalle stehen 7,5 Millionen Euro auf dem Plan – eine Zahl, deren tatsächliche Höhe aber stark davon abhängt, wo und wie die neue Halle umgesetzt werden soll. Die Bäder ohne Mehrkosten zu sanieren und zu betreiben, sei aber schlicht nicht möglich, so Bausewein: „Wer A sagt, muss auch B sagen. Jedem ist bewusst, dass man im Leben nichts geschenkt bekommt.“

La-Ola-Welle im Steigerwaldstadion: Kunstwerk wird aufgebaut

Die "Zuschauerwelle" nach einem Entwurf von Peter Sandhaus soll künftig das Foyer der Arena Erfurt zieren.
Die "Zuschauerwelle" nach einem Entwurf von Peter Sandhaus soll künftig das Foyer der Arena Erfurt zieren.
Foto: Peter Sandhaus / Stadt Erfurt
  • La-Ola-Welle im Steigerwaldstadion Erfurt
  • Kunstwerk wird aufgebaut 
Mehr lesen