Kanzlerin Merkel verteidigt in Erfurt Flüchtlingspolitik

Kanzlerin Angela Merkel spricht beim Jahresempfang der Thüringer CDU-Landtagsfraktion in der Erfurter Messe.
Kanzlerin Angela Merkel spricht beim Jahresempfang der Thüringer CDU-Landtagsfraktion in der Erfurter Messe.
Foto: Jan-Henrik Wiebe
  • Beim Jahresempfang der Thüringer CDU-Landtagsfraktion verteidigt Merkel Flüchtlingspolitik und positioniert sich gegen Populismus
  • Thüringens CDU-Chef Mike Mohring bekommt viel Beifall für Kritik an Gebietsreform

Beim Jahresempfang der Thüringer CDU-Fraktion spricht sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür aus, das Pariser Klimaabkommen weiter beizubehalten. Dieses sei unabdingbar. "Nahezu mein ganzes politisches Leben ist mit dem Thema verbunden", sagt Merkel vor rund 3000 Gästen in der Erfurter Messehalle.

Bildergalerie: Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Jahresempfang der CDU-Fraktion in Erfurt

Gleichzeitig appelliert die Kanzlerin an den Zusammenhalt in Europa. Nur so könne die Wirtschaft sich entwickeln. Als eine Antwort auf US-Präsident Donald Trump, der sich bereits mehrfach gegen die freien Märkte aussprach, dürfte Merkels explizite Verteidigung dieser während ihrer Rede in Thüringens Landeshauptstadt gelten. Als Beispiel für einen guten Wahlkampf gegen Populismus lobt Merkel den französischen Präsidenten Emanuel Macron.

Video vom CDU-Jahresempfang in Erfurt

Mohring zur Gebietsreform: Wer es nicht kann, sollte es lassen

Zu Beginn ihrer Rede verteidigte sie ihre Flüchtlingspolitik, für die sie selbst von der Schwesterpartei CSU massiv kritisiert wurde. Eine komplette Schließung der Grenzen bringe nur kurzfristig eine Lösung. Besser, so die Kanzlerin, sei etwa die Entwicklungszusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten und die Bekämpfung von Fluchtursachen.

Der Thüringer CDU-Chef lobt Merkels Arbeit in seiner Rede ausdrücklich. "Lieber zusammen politische Arbeit machen, als nur auf der Straße zu schreien", sagte Mohring in Richtung der Populisten von rechts. Mit der rot-rot-grüne Landesregierung geht er hingegen hart ins Gericht. Viel Beifall erntet der Fraktionsvorsitzende für die Kritik an der geplanten Gebietsreform in Thüringen."Wenn man es nicht kann, dann muss man die Hände davon lassen", so Mohring.