Zahl der Ausländer in Thüringen wächst - Anteil an Bevölkerung gering

Die Zahl der in Thüringen lebenden Ausländer nimmt weiter stark zu. (Archivfoto)
Die Zahl der in Thüringen lebenden Ausländer nimmt weiter stark zu. (Archivfoto)
Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
  • Zahl der Ausländer in Thüringen wächst stark
  • Anteil an Gesamtbevölkerung weiter gering
  • Zuwanderer aus 165 Staaten

Die Zahl der in Thüringen lebenden Ausländer nimmt weiter stark zu. Ende 2016 wohnten 91.300 ausländische Staatsangehörige im Freistaat, wie das Statistische Landesamt in Erfurt am Freitag nach einer Auswertung des Ausländerzentralregisters mitteilte. Das waren 15.112 Personen beziehungsweise 19,8 Prozent mehr als noch Ende 2015. Damit sei die Anzahl der in Thüringen lebenden Ausländer im fünften Jahr in Folge im zweistelligen Prozentbereich gestiegen.

Ingesamt wohnen hier Menschen aus 165 anderen Ländern. Ihr Anteil an der Bevölkerung ist allerdings gering: Etwa 4,2 Prozent aller Einwohner haben keine deutsche Staatsbürgerschaft. Ingesamt leben 2,17 Millionen Menschen in Thüringen.

Vor allem Syrer und Polen kommen nach Thüringen

Die größte Gruppe unter den Ausländern in Thüringen seien die Syrer (14,7 Prozent), gefolgt von Polen (9,6 Prozent) und Afghanen (7,6 Prozent). Das Durchschnittsalter aller in Thüringen lebenden Ausländer betrug im vergangenen Jahr 30,5 Jahre. Ein Drittel der ausländischen Bevölkerung war verheiratet. Die Aufenthaltsdauer betrug im Schnitt 5,9 Jahre.

Unterschiede je nach Landkreis

Die meisten Ausländer lebten in Erfurt (14.410) , Jena (9585) und im Kreis Gotha (6500). Die wenigsten wohnten den Angaben zufolge im Kreis Sömmerda (1635), dem Saale-Holzland-Kreis (1720) und dem Kreis Hildburghausen (1800).

Laut der AfD-Landtagsfraktion haben sich auch die jährlichen Einbürgerungen in Thüringen erhöht. Sie seien zwischen 2010 und 2016 von 417 auf 601 gestiegen, teilte die Fraktion mit Blick auf eine kleine Anfrage an die Landesregierung mit.