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Sperre für Rot-Weiß-Kapitän: DFB hat entschieden

Schiedsrichter Markus Wollweber kommt bei Rot-Weiß Erfurt zu Fall
Im Spiel zwischen Rot-Weiß Erfurt und dem SC Paderborn kam Schiedsrichter Markus Wollweber zu Fall, nachdem sich RWE-Kapitän Jens Möckel ihm in den Weg gestellt hatte, weil er sich über einen nichtgegebenen Elfmeter beschwerte. Möckel sah daraufhin die Rote Karte. Foto: Imago / Gerhard König
  • DFB entscheidet über Sperre von Jens Möckel
  • Kapitän von Rot-Weiß Erfurt fällt drei Spiele aus
  • Ursprüngliche Forderung abgemildert

Die Sperre gegen Rot-Weiß Erfurts Kapitän Jens Möckel ist abgemildert worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes entschied am Donnerstag, dass die ursprünglich vom Kontrollausschuss geforderte Strafe von vier Spielen Sperre nach seinem Zusammenstoß mit Schiedsrichter Markus Wollenweber im Heimspiel gegen den SC Paderborn um ein Spiel reduziert wird.

Jens Möckel fehlt im Derby gegen Carl Zeiss Jena

Somit fällt der 29-Jährige für die kommenden drei Ligaspiele in Aalen, im Derby gegen Jena und in Osnabrück aus. Der Drittligist und Möckel stimmten dem Urteil zu, es ist damit rechtskräftig.

Möckel und Wollwerber knallen zusammen

Möckel war am vergangenen Samstag mit Referee Wollenweber kollidiert, als der zuvor Erfurt beim Stand von 0:1 einen klaren Strafstoß verweigert hatte. Daraufhin sah Möckel Rot. Der DFB-Kontrollausschuss hatte Erfurt am Montag über die beabsichtigte Vier-Spiele-Sperre informiert. Der Verein akzeptierte das nicht.

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Schiedsrichter Wollenweber: unglückliche Situation

Das reduzierte Strafmaß beruhe einerseits auf der mit Möckel abgestimmten Einlassung des Vereins. Jedoch auch auf der den „Tathergang“ würdigenden Schilderung von Schiedsrichter Wollenweber, hieß es in der Vereinsmitteilung. Der hatte von einer zwar durch Möckel provozierten, jedoch in der Rückschau insgesamt eher unglücklichen Situation gesprochen, die durch die vorangegangene Fehlentscheidung mitbestimmt worden sei.

Entsprechend findet Rot-Weiß-Trainer Stefan Krämer das Strafmaß nicht angemessen. „Sicherlich hat Möckel in der Situation unglücklich reagiert, eine Sperre für zwei Spiele hätten jedoch gereicht“, meint er in Bezug auf die Relativierung seitens des Schiedsrichters. Möckel hätte außerdem „absolut glaubhaft versichert, dass er weder die Absicht hatte den Schiedsrichter zu Fall zu bringen, noch, dass er irgendetwas dazu getan hätte, dass er hinfallen musste“.