Mafia im Verdacht: Prügel-Attacke wird jetzt Sache der Politik

In der Michaelisstraße in Erfurt hat am Mittwochabend eine größere Schlägerei die Polizei auf den Plan gerufen. Foto: Marcus Scheidel
In der Michaelisstraße in Erfurt hat am Mittwochabend eine größere Schlägerei die Polizei auf den Plan gerufen. Foto: Marcus Scheidel
  • Gruppe attackiert Besucher einer Gaststätte in Erfurt
  • Politik will sich mit Thema beschäftigen
  • LKA hat Mafiabande im Verdacht

Der Innenausschuss des Landtags soll sich einem MDR-Bericht zufolge mit den Hintergründen einer Massenschlägerei am vergangenen Mittwoch in der Erfurter Innenstadt beschäftigen.

Armenische Mafia im Verdacht

Die CDU-Landtagsfraktion wolle den Vorfall in der nächsten Sitzung des Innenausschuss thematisieren, berichtete MDR Thüringen am Samstag unter Berufung auf den CDU-Abgeordneten Raymond Walk. In der Sitzung solle das Innenministerium Auskunft über die Ermittlungen geben. Es könnte dabei auch um eine mögliche Beteiligung armenischer Mafia gehen.

Schlägerei in Erfurt - Fotos aus der Michaelisstraße:

Gruppe schlägt auf zwei Menschen ein

Die Ermittlungen nach der Schlägerei mit mehreren Verletzten führt das Landeskriminalamt (LKA). Eine LKA-Sprecherin hatte bisher nur vom Verdacht gesprochen, dass hinter dem Vorfall organisierte Kriminalität stecken könnte. Von armenischer Mafia oder rivalisierenden armenischen und russischen Gruppen, auf die sich der MDR nach eigener Recherche berief, war offiziell bisher keine Rede. Aus einer etwa 20-köpfigen Gruppe war nach Polizeiangaben auf zwei Menschen eingeschlagen worden, die zuvor ein Lokal verlassen hatten. Weitere Gäste sollen den Angegriffenen zu Hilfe geeilt sein.

Sondersitzung am 24. Oktober

Laut MDR-Bericht will sich auch der Erfurter Stadtrat mit dem Vorfall befassen. Der Fraktionschef der CDU-Stadtratsfraktion, Michael Panse, habe bestätigt, dass es am 24. Oktober eine Sondersitzung des Ausschusses für Ordnung und Sicherheit geben solle. Die Stadtverwaltung und die Ordnungsbehörden sollen dann befragt werden.