RWE-Rausschmiss: Präsident Rombach zieht vor Gericht

RWE-Präsident Rolf Rombach will sich gerichtlich gegen seine Abberufung wehren. (Archivfoto)
RWE-Präsident Rolf Rombach will sich gerichtlich gegen seine Abberufung wehren. (Archivfoto)
Foto: Ulrike Fröbel
  • FC Rot-Weiß Erfurt schmeißt Präsident raus
  • Rolf Rombach zieht vor Gericht
  • Mitgliederversammlung zu Profi-Ausgliederung verschoben

Rolf Rombach will gerichtlich gegen seine Abberufung als Präsident des Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt vorgehen. Rombach kündigte an, am heutigen Donnerstag beim Landgericht Erfurt eine einstweilige Verfügung gegen seine Absetzung zu erwirken. Eine Entlassung ohne weitere Angabe von Gründen sei laut Rombach nicht rechtens.

Rolf Rombach ohne Angaben von Gründen abberufen

Der Aufsichtsrat hatte am Mittwoch Rombach abgesetzt. Diese Information sei per Fax und ohne Nennung von Gründen erfolgt, wie die Präsidiumsmitglieder Sandro Günther und Claus Worschech mitteilten. Da für das Präsidium kein wichtiger Grund erkennbar, der eine Entlassung des Präsidenten rechtfertigen würde, will auch das Präsidium das Vorgehen des Aufsichtsrats gerichtlich überprüfen lassen.

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Fehlen Finanz-Unterlagen bei Rot-Weiß?

Laut Vereinssatzung kann der Aufsichtsrat den Präsidenten ernennen, aber eben auch abberufen. Rombach war seit 1. Juli 2005 im Amt. Grund für die Absetzung sollen nach Informationen der „Bild“ unter anderem fehlende Unterlagen zur finanziellen Situation des Clubs sein. Die Thüringer haben seit Längerem mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Rombach und der Aufsichtsrat hatten wiederholt öffentlich ihre Konfrontationen ausgetragen. Dabei ging es um den Führungsstil Rombachs und die zukünftige Ausrichtung des Vereins.

Mitgliederversammlung zu Profi-Ausgliederung verschoben

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat das Präsidium die für kommenden Samstag vorgesehene außerordentliche Mitgliederversammlung verschoben. Dort sollte über die Möglichkeiten und Auswirkungen einer Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft diskutiert werden. Die ordentliche Mitgliederversammlung soll planmäßig am 1. Dezember stattfinden.