Sorgen um die Altersvorsorge: Thüringer besonders verunsichert

Nur etwa jeder Zehnte in Thüringen (11 Prozent) fühlt sich für das Alter ausreichend abgesichert - das ist bundesweit der niedrigste Wert. (Symbolfoto)
Nur etwa jeder Zehnte in Thüringen (11 Prozent) fühlt sich für das Alter ausreichend abgesichert - das ist bundesweit der niedrigste Wert. (Symbolfoto)
Foto: dpa
  • Alt und wenig Geld: Das wünscht sich niemand, ist aber oft Realität
  • In Thüringen bangen besonders viele Menschen trotz privater Altersvorsorge um einen sorgenfreien Lebensabend

Nur etwa jeder Zehnte in Thüringen (11 Prozent) fühlt sich für das Alter ausreichend abgesichert - das ist bundesweit der niedrigste Wert. Dabei tut etwa die Hälfte der Thüringer (51 Prozent) auch privat etwas für die Altersvorsorge. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Commerzbank hervor.

Bayern sind am optimistischsten

Auch bundesweit sorgen demnach 51 Prozent der Befragen privat für ihren Lebensabend vor, ausreichend abgesichert fühlt sich aber nur etwa jeder Vierte (28 Prozent). Am ehesten sehen sich Menschen in Bayern (41 Prozent) fürs Alter abgesichert, gefolgt von Bremern mit 37 Prozent. In Berlin sind es laut Umfrage nur 14 Prozent, in Sachsen-Anhalt 15 Prozent.

Thüringer setzen auf Lebensversicherung, Riester-Rente und Betriebsrente

„Viele Thüringer sorgen sich, ob sie ihren Lebensstandard im Alter halten können“, erklärte die Niederlassungsleiterin der Commerzbank Erfurt, Jana Rosemann. „Trotzdem bleibt private Altersvorsorge für viele ein rotes Tuch.“ Laut Umfrage nutzt jeder Dritte im Freistaat dafür Lebensversicherungen. Auf die Riester-Rente setzten 27 Prozent der Befragten, elf Prozent auf eine Betriebsrente.

Fast die Hälfte könne sich keine regelmäßigen Rücklagen leisten

44 Prozent der Befragten in Thüringen gab an, sich regelmäßige Rücklagen für das Alter nicht leisten zu können. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) ist davon überzeugt, dass an privater Vorsorge nur Banken und Versicherungen verdienen. Wieder andere wollen sich einfach nicht festlegen, weil sie vielleicht früher an das Geld müssten.

Müßig ernährt sich das kleine Eichhörnchen

Rosemann betonte: „Viele denken, dass sie viel Geld zur Seite legen müssen.“ Doch die Zeit arbeite für diejenigen, die früh mit Altersvorsorge beginnen. Allerdings funktioniere das klassische Sparen auf Sparbuch oder Tagesgeldkonto bei Nullzins und Inflation nicht mehr. Ein Vermögensverlust sei die Folge. Deshalb seien andere Anlagen wie etwa Wertpapiere und auch die eigene Immobilie unerlässlich.

Hintergrund: Wie lief die Umfrage ab?

YouGov hat im Auftrag der Commerzbank bundesweit 2140 Menschen ab 18 Jahren befragt. - Das Institut fragte unter anderem: „Fühlen sie sich durch ihr private Altersvorsorge ausreichend abgesichert?“ - In weiteren Fragen ging es um die Gründe der Thüringer, die private Altersvorsorge aufzuschieben wie etwa zu wenig Geld, Vorrang für berufliche Ausbildung oder Geldanlage in Aktien zu riskant.

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