Neue Werte zur Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase in Thüringen

In Thüringen haben Diesel-Abgase die Luft weniger stark verschmutzt. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes für das vergangene Jahr hervor. (Symbolfoto)
In Thüringen haben Diesel-Abgase die Luft weniger stark verschmutzt. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes für das vergangene Jahr hervor. (Symbolfoto)
Foto: Julian Stratenschulte / dpa
  • Weniger Diesel-Abgase in Thüringen
  • Messstationen registrieren leichten Rückgang

In Thüringen haben Diesel-Abgase die Luft weniger stark verschmutzt. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes für das vergangene Jahr hervor.

Größte Luftbelastung in Erfurt

Demnach gab es 2017 die höchste Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) in Erfurt. Dort wurden 2017 im Jahresmittel 34 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft gemessen. In Suhl sind es 28 Mikrogramm gewesen. In Gera fiel die Luftbelastung deutlich geringer aus (16 Mikrogramm) - der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. Die meisten Messstationen wiesen einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr aus.

Negativer Spitzenreiter München

Der bundesweite Spitzenreiter war im vergangenen Jahr München mit 78 Mikrogramm im Jahresmittel. Nach Schätzungen des Umweltbundesamts hatten 70 Städte den Feinstaubgrenzwert zum Schutz der Gesundheit überschritten - 20 weniger als im Vorjahr. Zur Verbesserung der Luftqualität fordert das Umweltbundesamt eine Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Katalysatoren.

Diesel-Autos als Hauptverursacher im Visier

Die Behörde sieht Diesel-Autos als Hauptverursacher. Stickstoffdioxid entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Gas, Kohle und Öl. Auch Heizungsanlagen und Kraftwerke können demnach das Gas ausstoßen und damit die Luft verschmutzen.