Voodoo-Fluch? Rot-Weiß Erfurt deklassiert sich selbst - trotz Überzahl

Rot-Weiß Erfurts Keeper Philipp Klewin liegt enttäuscht am Boden bei der 0:3-Pleite gegen den FSV Zwickau.
Rot-Weiß Erfurts Keeper Philipp Klewin liegt enttäuscht am Boden bei der 0:3-Pleite gegen den FSV Zwickau.
Foto: Karina Heßland-Wissel
  • Liegt ein Fluch auf dieser Mannschaft?
  • FC Rot-Weiß Erfurt unterliegt 0:3 den Gästen vom FSV Zwickau
  • Trotz 49 Minuten in Überzahl kann RWE keine Großchancen verwerten

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat im Kampf um den Klassenverbleib der 3. Fußball-Liga eine weitere Niederlage einstecken müssen. Die Erfurter verloren am Sonntag das Ost-Duell gegen den FSV Zwickau mit 0:3 (0:2). Vor 6025 Zuschauern im Erfurter Steigerwaldstadion erzielten Fabian Eisele (35. Minute) und Ronny König (45./51.) die Tore für den FSV. In der 41. Minute sah der Zwickauer Nils Miatke nach einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Fotos vom Spiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen FSV Zwickau

Sieben Punkte Rückstand auf Nichtabstiegsplatz

Die Thüringer bleiben damit mit nur 17 Punkten Tabellenletzter und haben weiter sieben Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Zwickau schaffte mit dem Erfolg mit nunmehr 27 Punkten als 16. den Anschluss an das Mittelfeld.

Erfurt mit drei Neuen und gutem Beginn

Dabei sah es zunächst gut für die Hausherren aus. Die Erfurter begannen mit den drei unter der Woche verpflichteten Neuzugängen in der Startelf. Nermin Crnkic, Marcel Kaffenberger und Kusi Kwame spielten direkt von Beginn. Crnkic hatte nach drei Minuten bereits die Führung auf dem Kopf, scheiterte aber an der Querlatte.

Lattenpech und Führung aus dem Nichts

In der 12. Minute war es Neuzugang Marcel Kaffenberger, der die nächste Chance zur Führung liegen ließ. Er setzte einen Freistoß aus 16 Metern auf die Latte. Jetzt schien es, als wäre es nur eine Frage der Zeit, bis Erfurt trifft. Nachdem Crnkic erneut scheiterte (23. Minute), fiel die Führung wie aus dem Nichts - nur eben für die Zwickauer: Fabian Eisele ließ an der Sechzehnerkante mit einem platziertem Rechtsschuss Torhüter Klewin keine Chance.

Rot-Weiß nach Tätlichkeit bereits in erster Hälfte in Überzahl

Fünf Minuten vor der Pause ließ sich Nils Miatke nach einem Zweikampf zu einem Schubser gegen Crnkic hinreißen. Schiedsrichter Michael Bacher schickte den Zwickauer frühzeitig duschen. Mit dem Pausenpfiff gelang Ronny König per Kopf das 2:0 und damit die Vorentscheidung.

FSV Zwickau kommt besser aus der Kabine

Auch nach dem Wechsel konnten die Erfurter die 45-minütige Überzahl nicht entscheidend nutzen. Im Gegenteil: Zwickau erzielte durch König einen weiteren Treffer und brachte den Sieg clever über die Runden. „Wir sind in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, treffen die Latte und haben hundertprozentige Chancen,“ ärgerte sich Marcel Kaffenberger hinterher bei RWE.tv. Kommenden Freitag müssen die Erfurter beim Spitzenreiter SC Paderborn antreten.