Schwerlasttransport hinterlässt Chaos in und um Erfurt

In Andisleben im Kreis Sömmerda ist der Schwerlasttransport in einer Doppelkurve hängengeblieben.
In Andisleben im Kreis Sömmerda ist der Schwerlasttransport in einer Doppelkurve hängengeblieben.
Foto: Gemeinde Andisleben
  • 180-Tonnen-Schwerlasttransport sorgt für Chaos
  • Lkw steckt seit Stunden in Andisleben fest
  • Bürgermeister empört über Vorgehen

Auf dem Weg zu seinem Zielort in Sachsen-Anhalt hat ein 180-Tonnen-Schwerlasttransport Schäden angerichtet und reichlich Verkehrschaos hinterlassen. Wie die Erfurter Polizeisprecherin Julia Neumann gegenüber Thüringen24 mitteilte, beschäftigt der Transport einer Arnstädter Firma seit dem späten Montagabend die Beamten der Landeshauptstadt.

Hier gibt's die Fotos vom Transport:

Lkw beschädigt Ampel in Erfurt

Zunächst beschädigte das knapp 180 Tonnen schwere Fahrzeug auf seinem Weg in der Weimarischen Straße in Erfurt eine Ampel. Kurze Zeit später zerstörte das Ungetüm in Walschleben mehrere Bordsteine. „Offenbar ist der Lkw aufgesessen“, sagte die Polizeisprecherin.

Kein Vorankommen mehr in Andisleben

Seit etwa 4.30 Uhr am Dienstag steckt das 44 Meter lange und sechs Meter breite Fahrzeug nun in einer Doppelkurve in Andisleben fest. „An insgesamt drei Stellen hat sich der Transporter festgefahren“, erklärte Neumann, die von ihren Kollegen vor Ort die Information hat, dass es für den Schwerlasttransport kein Vorankommen mehr gibt.

Fahrzeug soll aus Doppelkurve manövriert werden

„Sie versuchen derzeit das Fahrzeug rückwärts aus der Doppelkurve herauszumanövrieren“, heißt es weiter. Offenbar müsse genau geprüft werden, welche Straßen das überschwere Ungetüm überhaupt passieren darf.

Ortsdurchfahrt Andisleben nicht befahrbar

Die Verantwortlichen suchen laut Polizei nun in Zusammenarbeit mit dem Landesverwaltungsamt eine Lösung. Die Ortsdurchfahrt Andisleben ist derzeit nicht befahrbar. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

Lkw will nach Sachsen-Anhalt

Ziel des 180-Tonnen-Schwerlasttransports ist die Kleinstadt Aken in Sachsen-Anhalt. Warum der Lkw gerade über die Thüringer Kleinstädte in die mehr als 160 Kilometer entfernte Stadt fährt, ist unklar. „Das könnte mit dem Gewicht des Transports zusammenhängen“, so Julia Neumann.

Bürgermeister von Andisleben macht Ärger Luft

Indes machte auch der Bürgermeister der Gemeinde Andisleben, Hans Vollrath, seinem Unmut Luft. Laut dem Dorfoberhaupt liege keine Passier-Genehmigung der Ordnungsbehörde (VG Gera Aue) vor.

"Keiner weiß Bescheid – nur Schulterzucken"

„Keine Polizei vor Ort, keine Behörden, keiner weiß Bescheid. Nur Schulterzucken. Keine Info, wann hier die Ortsdurchfahrt frei wird. In Walschleben gab es auch schon Sachbeschädigungen durch das Vehikel“, empört sich Vollrath in einer Mitteilung.