Geld hat nicht gereicht: DFB bestraft Rot-Weiß Erfurt

Frank Nowag, Präsident des FC Rot-Weiß Erfurt. Sein Verein hat nach DFB-Angaben bei der Zwischenlizenzierung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht vollständig nachweisen können. (Archivfoto)
Frank Nowag, Präsident des FC Rot-Weiß Erfurt. Sein Verein hat nach DFB-Angaben bei der Zwischenlizenzierung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht vollständig nachweisen können. (Archivfoto)
Foto: Imago / Karina Heßland-Wissel
  • DFB verhängt Punktabzug gegen FC Rot-Weiß Erfurt
  • RWE kann wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht ausreichend nachweisen
  • Erfurter Drittligist kann noch Beschwerde einlegen

Es war lange ein Gerücht, nun ist es offiziell: Wegen fehlender Gelder bestraft der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Drittliga-Team des FC Rot-Weiß Erfurt mit dem Abzug eines Punktes. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, hätten die Thüringer gegen Zulassungsauflagen verstoßen. Konkret ging es um 1,5 Millionen Euro, die der Club bei der Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in der Winterpause nachweisen musste. Kurz vor Ablauf der Frist hatten 600.000 Euro gefehlt, die RWE nach eigenen Angaben aber in letzter Sekunde noch aufbringen konnte.

Umfrage zum FC Rot-Weiß Erfurt:

Mindestens zehn Prozent fehlten Rot-Weiß Erfurt

Die Zahlen haben den DFB offenbar nicht überzeugt. Der Deutsche Fußball-Bund spricht von einer „Liquiditätslücke“, die der Verein nicht vollständig habe schließen können. Welcher Betrag genau fehlte, dazu lagen zunächst keine Angaben vor. Die Lücke muss allerdings zwischen zehn und 41 Prozent – also mindestens 150.000 Euro – groß gewesen sein, da das DFB-Statut für die 3. Liga für diesen Bereich einen Punkt Abzug vorsieht. Zwei Zähler wären es gewesen, wenn mehr als die Hälfte des Geldes gefehlt hätte.

Rot-Weiß spricht von „knapper Entscheidung“

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass man in Frankfurt unsere Argumentation nicht nachvollzieht“, sagte Präsident Frank Nowag in einer Mitteilung auf der Vereinsseite. „Jetzt droht uns ein Punkt Abzug in der laufenden Saison.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Tallai sprach von einer „knappen Entscheidung“. „Offensichtlich haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben, wobei auch ein Punkt Abzug für uns in der jetzigen Situation eine schmerzliche Strafe wäre.“

Letztes Wort beim DFB noch nicht gesprochen

Nach Verbandsangaben kann Rot-Weiß Erfurt jetzt noch Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. In dem Fall würde erneut geprüft, im letzten Schritt könnte sich RWE noch an den Zulassungsbeschwerdeausschuss des DFB wenden.

Prekäre Tabellensituation für RWE

Die Erfurter liegen in der 3. Liga derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Nach dem Punktabzug stünden noch 17 Zähler auf der Habenseite – acht Punkt hinter einem Nichtabstiegsplatz.

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