Hunderte Millionen: Thüringen trägt seinen Schuldenberg ab

Thüringen baut kräftig Schulden ab. (Symbolfoto)
Thüringen baut kräftig Schulden ab. (Symbolfoto)
Foto: Oliver Berg / dpa
  • Landeshaushalt in Thüringen mit großem Überschuss
  • Etwa die Hälfte soll in Schuldentilgung fließen
  • Weiterhin Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe

Thüringens Schuldenberg wird kleiner: Innerhalb der Regierungszeit von Rot-Rot-Grün von 2014 bis 2019 sollen die seit der Wiedervereinigung angesammelten Landesschulden um 909 Millionen Euro sinken. Das kündigte Finanzministerin Heike Taubert (SPD) am Dienstag in Erfurt an. Möglich mache das der Rekordüberschuss von rund 897 Millionen Euro, den das Land im vergangenen Jahr eingefahren hat. Davon sollen 415 Millionen Euro in die Schuldentilgung fließen, bekräftigte Taubert. Dafür habe es jetzt auch die Zustimmung des Kabinetts gegeben.

Thüringen hat 15 Milliarden Euro Schulden

„Es ist wichtig, dass Thüringen von seinem hohen Schuldenstand herunterkommt“, sagte die Finanzministerin. Per Ende 2017 habe das Land noch Verbindlichkeiten von rund 15,2 Milliarden Euro. Der Steuerzahlerbund begrüßte die Entscheidung und stellte die Schuldenuhr auf den neuen Wert zurück.

Vergleichsweise hohe Tilgungsquote

Für 2017 tilgt Thüringen laut Taubert knapp 193 Euro pro Einwohner. Das sei deutlich mehr als beispielsweise in Sachsen-Anhalt mit 45 Euro pro Einwohner, aber weniger als im vergleichbaren Rheinland-Pfalz mit rund 220 Euro pro Einwohner.

Millionen auf der hohen Kante

481 Millionen Euro vom Überschuss gingen in die Rücklage, davon würden 51 Millionen Euro für den vor einigen Wochen beschlossenen Doppeletat 2018/19 gebraucht. 430 Millionen Euro behalte Thüringen quasi auf der hohen Kante für wirtschaftlich schlechtere Jahre.

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