Fallen für Wolfs-Mischlinge werden sabotiert

Auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf wurden jetzt die Lebenfallen für die Thüringer Wolfshybride vorgestellt.
Auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf wurden jetzt die Lebenfallen für die Thüringer Wolfshybride vorgestellt.
Foto: Sebastian Willnow / dpa

In Thüringen sind die Behörden hinter sechs Wolf-Hund-Mischlingen her. Sie sollen sich aus Artenschutzgründen möglichst nicht paaren. Doch die Tiere sind schwer zu fangen.

Der Versuch, die umstrittenen Wolf-Hund-Mischlinge in Ohrdruf zu fangen, stößt auf erheblichen Widerstand. „Wir werden ständig boykottiert“, sagte die zuständige Tierärztin Sylvie Lindisch am Mittwoch. Die Lebendfallen funktionierten, hieß es. Allerdings werde immer wieder festgestellt, dass „selbsternannte Tierschützer“ verbotenerweise auf das Bundeswehrgelände eindrängen und gezielt die fünf Kasten- und 18 Schlingfallen beschädigten, hieß es vom Thüringer Umweltministerium.

Fotos: In diese Fallen sollen die Wolfshybride tappen

Kein Wolf geht in Ohrdruf in die Falle

Seit Dezember versucht das Ministerium, die sechs Nachkommen zwischen der einzigen bekannten Wölfin Thüringens und eines Haushundes zu fangen. Im Revier der Tiere auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr in Ohrdruf informierten Lindisch und Mitarbeiter des Ministeriums am Mittwoch über die bisherigen Ergebnisse der Fangversuche. Demnach sind bislang nur Füchse, Vögel, aber auch ein Wildschwein und eine Wildkatze in die Fallen getappt.

Thüringer Wolfyhybriden droht weiter der Abschuss

Die Wolf-Hund-Mischlinge sollen auch zum Schutz der Art Wolf aus der Natur verschwinden. Das Ministerium hofft, sie lebend in ein Gehege im alternativen Bärenpark nach Worbis bringen zu können. Klappt das nicht, droht den Tieren der Abschuss.