Krätze breitet sich in Thüringen aus: Was ihr jetzt wissen müsst

Eine Ärztin zeigt ein Foto eines von Krätze befallenen Patienten.
Eine Ärztin zeigt ein Foto eines von Krätze befallenen Patienten.
Foto: dpa
  • Mehr Medikamente gegen Krätze in Thüringen verschrieben
  • Krätzmilben verbreiten sich besonders in Kitas
  • Tipps zum Umgang mit der Krätze

In Thüringen breitet sich die Krätze aus. Zu diesem Schluss kommt die Krankenkasse Barmer, nachdem sie die Zahl der verordneten Salben und Tabletten analysiert hat. Demnach wurden vergangenes Jahr im Freistaat 53 Prozent mehr Medikamente gegen die Krätze ausgegeben als noch 2016. Im Bundesdurchschnitt wurde sogar ein Anstieg um 70 Prozent verzeichnet. Warum die Zahl steige, gehe aus den Daten nicht hervor, sagte ein Barmer-Mitarbeiter.

Krätze: Gute Bedingungen in Kitas

Die Krätze wird von kleinen Milben hervorgerufen, Betroffene leiden unter starkem Juckreiz. Die Symptome können mit einem Hautekzem verwechselt und dann falsch behandelt werden, warnt die Barmer. Besonders gut ausbreiten können sich die Milben in Kindertagesstätten. Die Krankheit ist auch dann schon ansteckend, wenn noch keine äußerlichen Anzeichen zu entdecken sind.

Milben in der Kleidung – Wäsche heiß waschen

„Da Krätzmilben außerhalb des menschlichen Körpers einige Tage überleben können, wird Betroffenen und ihren Kontaktpersonen empfohlen, Kleidung und Bettwäsche täglich zu wechseln und bei mindestens 60 Grad zu waschen“, schreibt die Krankenkasse in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Was ist bei Krätze noch zu beachten?

Außerdem sollten Handtücher direkt nach Gebrauch erneuert sowie nicht-waschbare Dinge bis zu 14 Tage lang luftdicht verpackt werden. Sinnvoll sei es auch, Polstermöbel und Matratzen täglich mit einem starken Staubsauger zu reinigen. „Man sollte außerdem den Körperkontakt mit an Krätze Erkrankten meiden und nicht im selben Bett schlafen“, lautet die Barmer-Empfehlung.

Wie erkenne ich die Krätze?

Erste Anzeichen der Krätze sind gerötete Papeln im Intimbereich, zwischen den Fingern oder in den Achseln und vor allem nächtlicher Juckreiz. Wer dieses Symptome bei sich wahrnimmt, sollte schnell einen Arzt aufsuchen.