Überraschend: Das sind die Ergebnisse bei den OB-Wahlen in Thüringen

Es wurde ausgezählt in den Thüringer kreisfreien Städten.
Es wurde ausgezählt in den Thüringer kreisfreien Städten.
Foto: Stadtverwaltung Gera
  • Überraschung in Weimar
  • Oberbürgermeisterin von Gera abgewählt
  • Stichwahlen in Erfurt, Jena, Gera, Eisenach und Suhl

Es gibt einige Überraschungen bei den Oberbürgermeisterwahlen in Thüringen. So wurde Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) bei der Thüringer Kommunalwahl am Sonntag abgewählt. Bereits im ersten Wahlgang setzte sich der von CDU und Weimarwerk/Bürgerbündnis unterstützte Peter Kleine mit 60,3 Prozent durch. Wolf kam nur auf 21,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag nach Zahlen des Statistischen Landesamtes bei 48,7 Prozent.

Erfurts OB Bausewein liegt in Führung vor Walsmann

In Erfurt muss Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) gegen CDU-Herausforderin Marion Walsmann in die Stichwahl. Bausewein erreichte bei der Thüringer Kommunalwahl am Sonntag im Feld der acht Kandidaten 30,4 Prozent, die ehemalige Ministerin und Landtagsabgeordnete Walsmann 21,9. Auf Platz drei landete laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Stefan Möller, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD im Landtag, mit 14,4 Prozent - noch vor der Linke-Landtagsabgeordneten Karola Stange, die 11,1 Prozent erreichte. Bausewein hatte Ende vergangenen Jahres den SPD-Landesvorsitz abgegeben, um sich ganz auf sein kommunales Amt zu konzentrieren. 2012 hatte er sein Amt noch mit 59,2 Prozent im ersten Wahlgang verteidigt.48,3 Prozent der Erfurter haben gewählt.

In Jena führt bisher FDP-Kandidat vor Amtsinhaber Schröter

Die FDP in Jena knüpft nach den bisherigen Zahlen bei der Thüringer Kommunalwahl an frühere Erfolge in der Stadt an. Ihr Kandidat Thomas Nitzsche landet mit 27,1 Prozent vor Amtsinhaber Albrecht Schröter, der bisher auf 24,5 Prozent kommt. Im thüringenweit größten Kandidatenfeld mit insgesamt neun Bewerbern kommt Benjamin Koppe (CDU) mit 14 Prozent auf das drittbeste Ergebnis. Nach der Wende war in der Universitätsstadt jahrelang Peter Röhlinger (FDP) Oberbürgermeister.

Linke in Eisenach mit fast 50 Prozent der Stimmen

Die bisher einzige Linke-Oberbürgermeisterin in Thüringen, Katja Wolf, muss gegen ihren SPD-Herausforderer in einer Stichwahl um das Amt ringen. Die Eisenacher Rathauschefin erhielt bei der Kommunalwahl am Sonntag 47,4 Prozent der Stimmen. Um eine Stichwahl zu vermeiden, hätte die frühere Landtagsabgeordnete mehr als die Hälfte der Stimmen gebraucht. Damit tritt Wolf am 29. April gegen Michael Klostermann von der SPD an. Klostermann ist derzeit Landesgeschäftsführer der SPD Thüringen. Er erzielte 19,3 Prozent.

In Suhl muss Amtsinhaber Triebel in die Stichwahl

In der kreisfreien Stadt Suhl wird es eine Stichwahl um den Posten des Bürgermeisters geben. Nach Auszählung aller 34 Wahlbezirke in der südthüringischen Stadt am Sonntagabend kommt der bisherige Oberbürgermeister Jens Triebel (parteilos) auf 42,5 Prozent der Stimmen. Sein CDU-Herausforderer André Knapp erhielt bei der Wahl 37,9 Prozent der Stimmen. Zwischen ihnen wird es am 29. April zur Stichwahl kommen. Auf Platz drei landete Philipp Weltzien von der Linken, der 13,9 Prozent der Stimmen gewann.

Überraschung in Gera

Es ist eng, doch das Ergebnis ist klar: Die von der CDU unterstützte Amtsinhaberi Viola Hahn ist abgewählt. Sie bekam 20,6 Prozent der Stimmen. In die Stichwahl gehen der parteilosen Julian Vornarb mit 23,5 Prozent und der AfD Kandidat Dieter Laudenbach mit 21,3 Prozent. 47,9 Prozent der Geraer gingen wählen.