Geld fehlt, Führung geht: Brechen die Rockets jetzt auseinander?

Die Rockets werden nicht in der zweiten Basketball-Liga Pro A starten. (Archivfoto)
Die Rockets werden nicht in der zweiten Basketball-Liga Pro A starten. (Archivfoto)
Foto: Uwe-Jens Igel
  • Rockets stehen vor ungewisser Zukunft
  • Geld reicht nicht für zweite Liga Pro A
  • Rockets-Führung blutet aus

Nach dem Abstieg aus der Basketball-Bundesliga werden die Rockets aus Erfurt und Gotha in der kommenden Saison nicht in der zweitklassigen Pro A starten. Diese Entscheidung trafen die Vereinsverantwortlichen am Dienstagabend. Trotz intensiver Bemühungen sei der Verein nicht in der Lage gewesen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und alle Anforderungen der Liga zu erfüllen. Die Kosten hätten durch entsprechende Einnahmen nicht gedeckt werden können.

Können die Rockets überhaupt spielen?

Derzeit führen die Rockets Gespräche mit der Liga und einem potenziellen Wildcard-Interessenten über den Verkauf der Lizenz. Ob der Club das Startrecht in der drittklassigen Pro B am Standort Gotha ebenfalls zurückgeben muss, ist noch offen. Die Vereinsspitze versucht, durch Verhandlungen mit aktuellen und ehemaligen Sponsoren ein Engagement im kommenden Jahr möglich zu machen.

Rockets-Spitze bricht auseinander

Auch personell kommt es zu großen Veränderungen. Neben Geschäftsführer Thomas Fleddermann verlassen auch Manager Wolfgang Heyder, Nachwuchsleiter Florian Gut, Trainer Ivan Pavic und der Präsident des Businessclubs, Markus Loch, den Verein.

Astrid Kollmar äußert sich

„Es ist absolut nicht leicht gefallen, diese Entscheidung zu treffen“, sagte Gesellschafterin Astrid Kollmar in einer Vereinsmitteilung. „Aber sie war aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglich, da wir einen erfolgreiche Durchführung der Saison nicht garantieren können. Dies aber können wir weder den Spielern und Sponsoren und ebenso wenig den Fans zumuten.“

Oettinger-Rückzug brachte Stein ins Rollen

Bereits in der abgelaufenen Saison konnten die Rockets nach dem Rückzug des Hauptsponsors Oettinger Brauerei die Spielzeit nur durch ein hohes finanzielles Engagement der Rockets-Gesellschafterin Astrid Kollmar gewährleisten, hieß es in der Erklärung.

Fokus auf die Rockets-Jugend

„Wir würden gern nach dem sportlichen Aufstieg in die Pro B in dieser Spielklasse in Gotha spielen und dem Konzept treu bleiben, junge deutsche Spieler, möglichst aus unserem Jugendprogramm, zu fördern und eine tragende Rolle zu geben. Wir wollen ein Club sein, der die Jugend der Region fördert und tollen Basketball mit Spielern spielt, mit denen sich Fans, Sponsoren und Stadt identifizieren können“, betonte Astrid Kollmar.