Erfurt bekommt neues Bier: Tauf-Party zum Krämerbrückenfest

  • Neue Biermarke für Erfurt
  • Krämer's wird zum Krämerbrückenfest getauft
  • Tauf-Party am Samstag im Kickerkeller

Erfurt bekommt eine neue Biermarke. Krämer‘s soll das gute Tröpfchen heißen, das am Samstag offiziell im Kickerkeller in der Johannesstraße getauft wird und in Zukunft durch die durstigen Kehlen der Menschen in der Landeshauptstadt fließen soll.

Krämer's heißt Erfurts neues Bier - Video vom Brauen:

Bier Krämer's wird gebraut

Erfurt bekommt eine neue Biermarke. Krämer‘s soll das gute Tröpfchen heißen.
Krämer's wird gebraut

Mikro-Brauerei im Kickerkeller

Hinter dem Bier stehen Andreas Hoppe und Thomas Krauß. Die beiden sind Mitbegründer des Kickerkellers stehen nun schon länger hinter den Maischekesseln. Seit 2014 brauen die zwei schon in ihrem speziell präparierten Raum in der Johannesstraße – und damit sogar schon ein Jahr länger als das am Zughafen heimische Bier Heimathafen. „Damals haben wir die Jahresabrechnung unseres Bierlieferanten gesehen und gedacht, dass man sich bei den Mengen, die im Kickerkeller über den Tresen gehen auch mal selbst ans Brauen heranwagen könnte“, erinnert sich Andreas Hoppe, der nicht nur fiskalische Gründe für den Start der eigenen kleinen Mikro-Brauerei anführt: „Die Biere der großen Konzerne sind einfach nichts besonders. Wir wollen uns mit Krämer’s vom Mainstream abheben“, erklärt der Erfurter.

Testphase im Kickerkeller

In Foren, bei Youtube und in Brauereien informierten sich die beiden, kauften ein Einsteiger-Equipment und regelten alle Formalitäten mit Zoll sowie Gesundheitsamt. „Wir sind mit den Aufgaben gewachsen. Man muss ja erst lernen, wie man richtig vergärt und ordentliche Kohlesäure produziert“, scherzt Andreas. „Hilfe bekamen wir dabei aber auch von den Gästen des Kickerkellers“, fügt er an.

Bier mit Gästen verfeinert

Bereits seit Anfang an wird das hausgemachte Bier dort ausgeschenkt. Die beiden Braumeister nutzten das und sprachen mit den Leuten über ihr Gebräu. Sie bekamen viel Lob, aber auch Kritik – was laut Andreas besonders wichtig war: „So konnten wir unser Bier immer besser machen und verfeinern“, sagt er weiter.

5000 Liter Krämer's im Jahr

Mittlerweile bringen sie es auf 5000 Liter Bier im Jahr. Im Repertoire haben sie ein Helles, ein Pils (kaltgehopft), ein Fest-Bier und ein Weizenbier. Allesamt werden aber vorerst nur im Kickerkeller gezapft. „Falls Privatpersonen unser Bier haben wollen, können sie natürlich bei uns ein Fass bestellen. In Flaschen abfüllen war bisher nichts für uns“, schildert der Bierbrauer.

Bier aus Erfurt und für Erfurt

Doch ganz nach dem Motto: Was noch nicht ist, das kann ja noch werden, gibt es bereits Expansionspläne. „2019 wollen wir, das Ding größer aufzuziehen. Dafür suchen wir jetzt bereits Räumlichkeiten, in denen wir auch eine Abfüllanlage unterbringen können“, sagt der Kickerkeller-Veteran und führt aus: „Wir wollen dabei aber immer ein kleines, lokales Bier bleiben, das aus Erfurt kommt und für Erfurt ist.“

Verbundenheit wird mit neuem Krämer's-Logo gezeigt

Und genau diese Verbundenheit zur Stadt zeige sich auch im neuen Namen und dem Logo für das Krämer’s: „Wir wollten einen Namen, der die Verbundenheit zu Erfurt zeigt – und Erfurt ist nun mal die Stadt der Händler und Krämer“, erklärt Andreas. „Deshalb findet sich in unserem Logo auch das Erfurter Rad, Hopfendolden und der Löwe für Thüringen.“

Taufparty im Kickerkeller

Pünktlich zum Krämerbrückenfest soll das Bier dann am Samstag getauft werden. Im Kickerkeller – eine Tür neben der Minibrauerei – soll ab 23 Uhr unter dem Motto: „We love Krämers“ das Altstadtfest in die Verlängerung gehen und viel Musik in den Ohren klingen sowie kühles Bier durch die Kehlen laufen.