Betrunkene Eierlikör-Igel aus Erfurt auf Weg der Besserung

Einem der beiden Igel geht es schon besser.
Einem der beiden Igel geht es schon besser.
Foto: Zoopark Erfurt / Thüringer Zoopark Erfurt
  • Betrunkenen Igeln aus Erfurt geht es besser
  • Zoopark kümmert sich um die Eierlikör-Fans
  • Pläne für ihre Zukunft nach Ausnüchterung getroffen

Die beiden betrunkenen Igel, die am Sonntag beim Krämerbrückenfest von der Polizei Erfurt auf dem Petersberg gefunden und zum Thüringer Zoopark Erfurt gebracht wurden, sind auf dem Weg der Besserung. Wie Zoo-Sprecherin Christiane Nienhold mitteilte, seien beide als Intensivpatienten aufgenommen worden, weil sie offenbar zu viel Eierlikör aus einer aufgebrochenen Flasche getrunken hatten und dadurch schwer erkrankt waren.

Betrunkene Igel in Erfurt gerettet

Polizei bringt Tierchen zum Zoo

Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde hatten die Zoopark-Vertreter beschlossen, die kleinen Party-Igel nach der erfolgreichen Behandlung auf dem Gelände des Zoos in Erfurt auszuwildern. Doch bis dahin sei es für beide noch ein langer Weg, bei Wasser und mit viel, viel Schlaf, heißt es weiter.

Zoopark hilft betrunkenen Tieren

Generell nehme der Zoopark keine Igel auf, auch nicht zur Überwinterung, aber in diesem außergewöhnlichen Notfall halfen die Zooparkmitarbeiter natürlich gern, sagt Nienhold. Die am Krämerbrückenfest auf dem Petersberg verteilte Lache Eierlikör sei den putzigen Tierchen zum Verhängnis geworden, da Igel neben Insekten, Spinnen und Schlangen auch Vogeleier fressen würden. „Und Eigelb ist eine Delikatesse – in diesem Fall mit schweren Folgen“, so die Sprecherin.

Ausnüchterung nicht im laufenden Zoobetrieb

Beide Tiere sollen zum Ausnüchtern an einem ruhigen Ort, fernab von Besucherbetrieb, grellem Licht und Erschütterungen gebracht worden sein. Dort haben sie bei viel frischer Luft ihren Rausch in Ruhe ausschlafen dürfen.

Ein Igel noch nicht über den Berg

Ein Igel konnte sich am Montagmorgen bereits wieder bewegen und seine vier Beine halbwegs koordinieren, der zweite lag noch im Koma und wurde von der Zootierärztin Risch mit aufbauenden Infusionen versorgt, berichtet Nienhold. „Auch am Dienstag war der Igel noch nicht in der Lage, selbst zu trinken und wurde entsprechend weiter versorgt, noch ist er nicht über den Berg. Wir drücken die Daumen, dass er es schafft“, erklärt sie abschließend.