Mehr ICEs für Erfurt – Bahn will auch Ost-Thüringen besser anbinden

Erfurt soll mit neuen ICE nach Angaben der Deutschen Bahn noch besser an den Fernverkehr angebunden werden. (Archivfoto)
Erfurt soll mit neuen ICE nach Angaben der Deutschen Bahn noch besser an den Fernverkehr angebunden werden. (Archivfoto)
Foto: Michael Frömmert
  • Deutsche Bahn weitet Angebot für Thüringen aus
  • Neue ICEs und mehr Sprinter im Einsatz
  • Ostthüringen erhält IC-Anbindung
  • Internationale Direktverbindung von Erfurt aus

Neben Preiserhöhungen soll der Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn für Passagiere in Thüringen auch Verbesserungen mit sich bringen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sollen im Fernverkehr neue Züge mit mehr Sitzplätzen eingesetzt werden, außerdem sind zusätzliche Fahrten geplant. Dies gilt vor allem für die neue ICE-Strecke mit Halt in Erfurt; aber auch Weimar, Jena und Gera sollen profitieren.

Mehr Platz: Neue ICEs in Erfurt

Die Bahn hatte am Donnerstag Preiserhöhungen von durchschnittlich 0,9 Prozent angekündigt. Sie gelten – wie der neue Fahrplan – ab dem 9. Dezember. In Thüringen geht die Steigerung aber zumindest teilweise auch mit einem besseren Angebot einher. So sollen auf der Schnellfahrstrecke zwischen Berlin, Erfurt und München die neuesten Intercity-Express-Züge durchs Land brausen. Das Angebot an Sitzplätzen werde mit den ICEs der vierten Generation deutlich ausgeweitet, verspricht die Bahn.

ICE-Sprinter über Erfurt nach Berlin und München

Statt bisher drei sollen künftig jeden Tag fünf Sprinter pro Richtung für eine besonders schnelle Verbindung sorgen. Die Züge schaffen die Strecke von Berlin über Halle/Saale und Erfurt nach München in unter vier Stunden. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die Fahrgastzahlen im Fernverkehr weiter steigen.

Zug nach Wien über Erfurt

Und Thüringen ist bald nicht mehr nur deutschlandweit angebunden, sondern auch international. Ab Dezember fährt ein ICE von Berlin nach Wien – die Fahrt nach Österreich führt auch über Erfurt.

IC-Anbindung für Weimar, Jena und Gera

So gut die Landeshauptstadt mittlerweile an den Fernverkehr angebunden ist, so groß ist die Kritik an fehlenden Verbindungen in anderen Teilen des Freistaats. Die Bahn will hier etwas Linderung verschaffen und lässt ICs aus Nordrhein-Westfalen beziehungsweise Kassel künftig über Erfurt, Weimar und Jena nach Gera fahren. Jeweils drei Züge pro Tage und Richtung sind vorgesehen. Weil die sogenannte Mitte-Deutschland-Verbindung nicht vollständig elektrifiziert ist, müssen die Elektro-Lokomotiven allerdings in Gotha durch Dieselloks ersetzt werden.