Wintereinbruch: Lkw-Blockaden, Unfälle und Friedhofs-Sperrung

(Symbolbild)
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Foto: Imago/Lausitznews
  • Verstärkter Schneefall in Thüringen sorgt für Unfälle und Staus
  • Lkw stellen sich auf etlichen Straßen quer
  • Landkreise vermelden Glätte-Unfälle
  • Friedhof muss gesperrt werden

Thüringen. Wegen Schnee und glatter Straßen ist es in Thüringen am Mittwochmorgen zu Unfällen und Behinderungen gekommen. Mehrere Lastwagen gerieten ins Rutschen und standen auf Bundesstraßen und Autobahnen im Land quer, wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion sagte.

Auf der A73 bildete sich kurzzeitig ein Stau, weil ein Laster auf der glatten Fahrbahn nicht mehr vom Fleck kam. Auf etlichen Straßen, wie der B88, gab es aufgrund querstehender Lkws kein Durchkommen mehr. Auf der A71 bei Stadtilm (Ilm-Kreis) prallte ein Auto gegen eine Leitplanke.

Schneepflug verunglückt – Fahrer schwer verletzt

Im Saale-Holzland-Kreis ist ein Schneepflug verunglückt, wobei hier davon auszugehen ist, dass der hohe Alkoholpegel des Fahrers größere Schuld an dem Unfall trägt als das Schneetreiben von Mittwochmorgen.

Mehrere Unfälle wegen Witterung

"Die meisten Autofahrer sind langsam gefahren, so blieb es zunächst bei Blechschäden", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Rund um Gera, Greiz und Altenburg wurden bis zum Mittag 25 Verkehrsunfälle verzeichnet. In Suhl nahm die Polizei ebenfalls mehrere kleine Unfälle wegen des Wetters auf, wie eine Sprecherin berichtete.

Gera sperrt Friedhof wegen Schneelast

In Gera wurde am Mittwoch der Ostfriedhof aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil Äste von Bäumen auf dem Gelände unter der Schneelast zu brechen drohten, wie die Stadt mitteilte.

Tief Benjamin bläst Schnee über Thüringen

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fiel am Mittwoch in weiten Teilen Thüringens Schnee – vor allem in Gegenden, die höher als 300 Meter über dem Meeresspiegel liegen. "Schuld ist das Tiefdruckgebiet Benjamin, das derzeit über Polen liegt. Dadurch strömt feuchte, kalte Luft von Norden her in den Freistaat", sagte Thomas Hain, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Leipzig. (dpa, aj)