The Voice of Germany in Erfurt: Karriere von Sieger Rösch begann in einem Hotel

Der Sieger der Castingshow "Voice of Germany", Samuel Rösch. Er kommt mit der Voice-Tour nach Erfurt.
Der Sieger der Castingshow "Voice of Germany", Samuel Rösch. Er kommt mit der Voice-Tour nach Erfurt.
Foto: dpa
  • Finalisten von The Voice of Germany auf Tour
  • Konzert am Freitag in der Messe Erfurt
  • Voice-Sieger Samuel Rösch bei uns im Gespräch

Erfurt. Interviewfragen beantwortet Samuel Rösch, als habe er nie etwas anderes gemacht. Souverän, flott und freundlich, dabei ganz ohne Künstlerallüren. Der 24-Jährige hat das Finale der Fernsehshow „The Voice of Germany“ für sich entschieden. Der angehende Religionslehrer vereinigte dabei 55 Prozent der Stimmen auf sich und geht nun auf Tour. Auch in Erfurt wird er singen, mit anderen Finalisten der Show wie Benjamin Dolic, Jessica Schaffler und Eros Atomus Isler. Wir haben vor dem Auftritt auf der Messe mit ihm gesprochen.

The Voice of Germany in Erfurt: Interview mit Sieger Samuel Rösch

The Voice of Germany, ist das dein neuer Adelstitel?

(Lacht.) Nein, ein Adelstitel ist es nicht. Aber trotzdem sehr schön und vielleicht ein Trittbrett, um als Sänger Fuß zu fassen. Es ist ein erster Schritt, auch, um später eigene Songs zu haben.

Das heißt, du lässt das Studium der evangelische Religionspädagogik erst mal ruhen?

Ich mache jetzt zwei Urlaubssemester und dann sehen wir weiter. Für die Zeit nach der Tour im Dezember und Januar kommen inzwischen die ersten Angebote rein.

Und geht es dann solo oder mit deiner Band „Paper Clip“ weiter?

Ich denke, da ist beides parallel möglich. Ich habe ja bisher auch Songs bei uns in der Band geschrieben. Ich würde mich auf jeden Fall über eine Single mit einem eigenen Song freuen.

Wie kamst du darauf, dich zu bewerben?

Im Rahmen des Studiums gibt es eine gesangliche Ausbildung, Professor Jens Seipolt hat mir empfohlen, mich doch einfach mal zu bewerben, er könne sich das sehr gut vorstellen. Es hat aber vier Semester gedauert, bis ich es dann wirklich auch getan habe.

The Voice of Germany beginnt für Samuel Rösch im Hotel

Und wie läuft so ein Vorsingen beim Voice-Casting ab?

Ich hatte einen Termin in einem Berliner Hotel. Dort ist man mit 25 Leute in einem Raum und hat zunächst 30 Sekunden a cappella Zeit, um sich zu präsentieren. Wer hier eine Runde weiter kommt, darf dann zu einem Playback singen. Es klingt stressig, aber die Mitarbeiter dort haben sich wirklich rührend um uns gekümmert.

Und später im Team?

Je länger man dabei ist, um so mehr Zeit verbringt man mit der Vorbereitung. Anfangs waren es nur vielleicht 20 Minuten, später, vor dem Finale, haben wir dann intensiv an Phrasierungen, einzelnen Passagen und Melodien gearbeitet. Auch an der Aussprache. Manchmal einzeln am Klavier oder auch mit einem Playback.

Die Medien berichteten, du hast als Erzgebirgler etwas Probleme mit der Aussprache der englischen Texte gehabt, stimmt das?

Trotz Englisch-Abis habe ich mich tatsächlich anfangs nicht wohl gefühlt damit. Vielleicht wurde es aber etwas übertrieben dargestellt. Wie bei den Songs, die ich interpretiert habe, suche ich auch immer neue Herausforderungen für mich.

Rösch auf The-Voice-Tour in Erfurt

Und wie war das im Finale bei The Voice of Germany?

Man weiß in dem Moment schon, dass das jetzt drei Millionen Leute am Fernseher verfolgen. Aber ich habe das Publikum nicht gesehen, nur die Kameras. Und wenn du anfängst zu singen, ist die Nervosität dann weg.

Und was wird es live in der Messe in Erfurt zu hören geben?

Natürlich die Songs, die wir auch in der Show gesungen haben. Zudem eine bunte Mischung aus noch anderen Titeln, es wird ein schöner Abend.

The Voice of Germany auf Tour: 18. Januar, 19.30 Uhr, Messe Erfurt