Lebensgefahr durch Hohlräume in Thüringen – wo du jetzt nicht hingehen solltest

Auf den Stauseen in Thüringen bildet sich Eis. Die Schicht zu betreten, kann lebensgefährlich sein.
Auf den Stauseen in Thüringen bildet sich Eis. Die Schicht zu betreten, kann lebensgefährlich sein.
Foto: Thüringer Fernwasserversorgung
  • Besonderheit an Stauseen
  • Eis auf Talsperren in Thüringen kann trügerisch sein
  • Lebensgefahr auf zugefrorenen Wasserflächen

Thüringen. Sie sieht vielleicht stabil aus, aber vielerorts trügt der Schein: Auf zahlreichen Talsperren in Thüringen hat sich mit dem Wintereinbruch eine Eisschicht gebildet. Doch sie zu betreten, kann extrem gefährlich werden.

Eisschicht auf Talsperren kann besonders trügen

Die zuständige Thüringer Fernwasserversorgung warnt jetzt davor, die Eisflächen auf den Stauseen im Freistaat zu betreten oder darauf Schlittschuh zu laufen. "Die Gefahr, dass das Eis bricht, ist unabhängig von dessen Stärke extrem hoch", heißt es in einer Mitteilung.

Die Situation an den etwa 65 Stauanlagen in Thüringen unterscheidet sich in einem wichtigen Detail von natürlichen Seen: Der Wasserspiegel schwankt. "Ist die Eisdecke geschlossen und das Wasser darunter senkt sich, entsteht ein Hohlraum zwischen Wasserfläche und Eisschicht", erklärt die Fernwasserversorgung.

Eis auf Stausee kann zur lebensgefährlichen Falle werden

Das Eis könne dann keine Last mehr tragen – aus einer stabil anmutenden Schicht wird so eine lebensbedrohliche Falle.

Die Thüringer Fernwasserversorgung riet Eltern, Erziehern und Lehrern, besonders Kinder auf die Gefahren auf dem Eis an Seen und Talsperren hinzuweisen.

Talsperren und Speicherseen in Thüringen frieren zu

Mehrere Talsperren im Freistaat sind derzeit bei knackigem Frost mit einer zentimeterdicken Eisschicht überzogen. Nach Angaben der Thüringer Fernwasserversorgung vom Dienstag sind die im Thüringer Wald gelegenen Talsperren Lütsche, Scheibe-Alsbach, Erletor sowie die in Zeulenroda und Weida in Ostthüringen komplett zugefroren, die Talsperre Schönbrunn bei Ilmenau zu 80 Prozent. Auch mehr als 60 kleinere Wasserspeicher der Fernwasserversorgung seien von Eis bedeckt. (maf, dpa)