Warnt eure Angehörigen! Nächstes Opfer abgezockt

Massen-Abzocke in Thüringen: In den vergangenen Tagen haben die Täter bereits über 220.000 Euro eingeheimst.
Massen-Abzocke in Thüringen: In den vergangenen Tagen haben die Täter bereits über 220.000 Euro eingeheimst.
Foto: Candy Welz/dpa, Google Maps

Die Serie reißt nicht ab: Jetzt ist das nächste Opfer in die Falle der Telefonbetrüger getappt. Dieses Mal wurde eine Frau in Erfurt um Schmuck und Bargeld im Wert von über 20.000 Euro gebracht. Wie die Polizei vermutet, stehen die Fälle in Zusammenhang mit den vermehrten Anrufen von Trickbetrügern seit dem Wochenende. Alleine am Mittwoch wurden in Erfurt 100 Fälle gemeldet. In den vergangenen Tagen haben die Täter bereits über 220.000 Euro eingeheimst.

Du willst deine Angehörigen warnen? Klicke hier und teile den Beitrag auf Facebook.

Anrufer bringen Erfurterin um ihr Vermögen

Im Falle der 88-Jährigen, die am Mittwoch in Erfurt von den Unbekannten ausgenommen wurde, haben sich die Anrufer am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und sich nach Bargeld im Haus und Wertgegenständen erkundigt, wie es hieß.

Zum genauen Tathergang wollte die Polizei am Donnerstag aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen. Beispiele dazu, wie die Abzocker in den vergangenen Tagen in verschiedenen Regionen Thüringens vorgingen, findet ihr in diesem Beitrag.

Mehr zum Thema:

Polizei Thüringen warnt auf allen Kanälen

Die Polizei Thüringen hatte am Montag eine erste Warnmeldungherausgegeben: „Die Masche des falschen Polizei- oder Kripobeamten am Telefon hat noch immer Hochkonjunktur. Bitte sprecht dringend mit euren Angehörigen und warnt ganz besonders Oma und Opa vor diesen Anrufen!“, schreiben die Beamten auf sämtlichen Kanälen im Netz. Die Fake-Polizisten wollen euch oder eure Angehörigen um das hart Ersparte bringen, heißt es weiter.

Betrüger suchen alte Namen im Telefonbuch

„Sie räumen regelrecht die Regionen ab“, so ein Sprecher der Thüringer Polizei. Mit Internettelefonie sei es ein Leichtes, Telefonnummern vorzutäuschen. Die Nummern ihrer Opfer wiederum suchen sie sich höchstwahrscheinlich simpel im Telefonbuch aus. Je älter der Name klingt, desto wahrscheinlicher steckt ein gutgläubiger Senior dahinter, müssen sich die Gauner denken.

Sollte bei einem Anruf der Verdacht eines falschen Polizisten aufkommen, haben die Ordnungshüter folgende Tipps und Hinweise:

  • Nummer notieren
  • Nicht die Rückruffunktion benutzen, sondern die Nummern der örtlichen Polizeidienststellen aus dem Telefonbuch kontaktieren
  • Niemals Auskünfte über familiäre und finanzielle Verhältnisse geben
  • Die echte Polizei ruft niemals an, um eine Geldübergabe zu verlangen
  • Niemals Geld an unbekannte Personen übergeben
  • Mit Angehörigen über das Thema sprechen und vor der Masche warnen

(aj, dpa)