Millionendeal für den Erfurter Wohnungsmarkt: Stadtwerke steigen bei Kowo ein und verfolgen noch größere Pläne

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Foto: Imago/Photo2000

Die Erfurter Stadtwerke wollen bei der Kommunalen Wohnungsgesellschaft (Kowo) für zehn Millionen Euro einsteigen. Geplant sei, dass die Stadtwerke zunächst 25,1 Prozent der Kowo übernehmen, wie ein Sprecher der Stadtwerke am Donnerstag bestätigte.

Die Kowo soll zudem für rund 30 Millionen Euro Grundstücke von der Stadt Erfurt abkaufen. In einem weiteren Schritt könnten die Stadtwerke bis 2023 die Kowo komplett übernehmen. In diesem Falle wären nach Angaben des Sprechers noch einmal 30 Millionen Euro zu zahlen.

Übernahme der Kowo durch Erfurter Stadtwerke

«Für das Personal in den Betrieben wird sich nichts ändern», sagte der Sprecher. Damit die Pläne aufgehen, ist aber noch ein Beschluss des Erfurter Stadtrates notwendig. Sowohl die Kowo als auch die Stadtwerke sind Tochterunternehmen der Stadt Erfurt.

Schul- und Wohnungsbau soll gefördert werden

Nach Informationen der «Thüringer Allgemeinen Zeitung» sollen die insgesamt 70 Millionen Euro, die durch die Geschäfte an die Stadt Erfurt fließen könnten, für das Schulbauprogramm der Kommune verwendet werden. Außerdem wolle man die Kowo in die Lage versetzten, attraktive Grundstücke zu entwickeln und dabei nicht nur Sozialwohnungen zu bauen, sondern auch Geld zu verdienen. (dpa, aj)