Demo für Flüchtlinge zieht über Juri-Gagarin-Ring in Erfurt – Behörden-Willkür?

Die Demo ging mitten durch Erfurt.
Die Demo ging mitten durch Erfurt.
Foto: Anna Jank
  • Demo-Zug durch Erfurt
  • Aktivisten kritisieren Ausländerbehörde
  • Flüchtlinge fühlen sich ausgegrenzt

Erfurt. In Erfurt haben Aktivisten gegen die ihrer Meinung nach in Thüringen herrschende "Behörden-Willkür" protestiert. Vom Willy-Brandt-Platz aus zogen sie am Dienstagnachmittag vor die Ausländerbehörde. Die Demo zog auch über den Juri-Gagarin-Ring.

Demo in Erfurt zieht auch über Juri-Gagarin-Ring

Nach Meinung der Aktivisten stellen die Behörden und Ämter die nach Deutschland geflüchteten Menschen vor neue Hürden und ziehen unentwegt Grenzen. "Doch wir sind hier und wir ziehen da nicht mit", heißt es im Demo-Aufruf.

Flüchtlinge mit Behörden-Willkür konfrontiert?

Konkret geht es den Demonstranten um die Bürokratie der Entscheider – alles hänge vom "Handeln und Nichthandeln von Ausländerbehörden" ab. Die Beamten hätten sich "unter der Regie des neuen Heimatministeriums zunehmend der Abschreckung und Abschiebung verschrieben".

Mehr Themen:

Ausländerbehörde in Erfurt in der Kritik

Die Ausländerbehörde in Erfurt stelle vielen Menschen aus unklaren Gründen oft keine richtigen Ausweisdokumente aus oder verlangt diese gar zurück. "Wir sind nicht Menschen zweiter Klasse und fordern unser Recht ein", so der Aufruf.

Es gehe darum, wie und in welcher Gesellschaft wir leben wollten. "Wir fordern den Respekt und die Wahrung unserer Rechte ein, um allen die hier sind, eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Bedingungslos und von Anfang an: Wir wollen leben dürfen!" (ck)