Deshalb sollten Autofahrer in Thüringen ab heute besonders vorsichtig fahren!

Viele Amphibien-Arten in Thüringen sind bedroht - daher bittet der NABU Autofahrer vorsichtig zu fahren.
Viele Amphibien-Arten in Thüringen sind bedroht - daher bittet der NABU Autofahrer vorsichtig zu fahren.
Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa

Erfurt. Ab Mittwoch gilt für Autofahrer in Thüringen: Besonders vorsichtig fahren!

Denn die Krötenwanderung hat begonnen - der Naturschutzbund Thüringen (NABU) bittet Autofahrer deswegen: „Überall, wo Amphibien unterwegs sind, sollte man langsam und vorsichtig fahren, um die Tiere nicht unnötig zu gefährden», teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

Mit den ersten warmen Nächten im März machen sich Zehntausende Frösche, Kröten und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Für die Tiere ist die Wandertour oft mit einem lebensgefährlichen Risiko verbunden, zahlreiche Exemplare werden beim Überqueren der Straßen von Autos überrollt.

Krötenwanderung in Thüringen: Helfer gesucht

Um die Amphibien zu schützen, stellen gerade wieder viele Helfer in Thüringen mobile Fangzäune an Straßenüberquerungen auf. Doch die Tierschützer haben Probleme, ausreichend Helfer zu finden, die die Kröten dann in Fangeimern über die Straße tragen.

Ein Sprecher des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz sagte, dass immer ein Mangel an Helfern herrsche. Das Land bezuschusst demnach Material der Helfer - doch bezahlt werden sie für ihre freiwillige Arbeit nicht.

Über 15 Kilometer Schutzzäune errichtet

Besonders viele Schutzzäune gibt es laut NABU im Ilm-Kreis und im Kreis Eichsfeld. Allein von NABU-Gruppen werden in Thüringen über 30 Schutzzäune mit einer Länge von insgesamt 15 000 Metern betreut. Dazu kommen viele lokale Gruppen.

Weil ihr Lebensraum bedroht ist, stehen die Amphibien unter besonderem Schutz. In Thüringen sind laut NABU fünf Schwanzlurcharten, 13 Froschlurcharten und der Teichfrosch verbreitet. In der Roten Liste Thüringens, die gefährdete Arten auflistet, stehen zehn Lurcharten. (dpa)