Linksgrüner Genderwahnsinn? Deshalb sind Lesben und Schwule in Thüringen über die CDU empört

Das Land habe andere Probleme als diesen ganzen "linksgrünen Genderwahnsinn" meint Thüringens JU-Chef. Das stößt im Lesben- und Schwulenverband auf enorme Kritik.
Das Land habe andere Probleme als diesen ganzen "linksgrünen Genderwahnsinn" meint Thüringens JU-Chef. Das stößt im Lesben- und Schwulenverband auf enorme Kritik.
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Thüringen. Im Zusammenhang mit der Karnevalsrede der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer hat der Thüringer Lesben- und Schwulenverband führende Landespolitiker kritisiert. CDU-Landesvorsitzender Mike Mohring und der Chef der Jungen Union Thüringens, Stefan Gruhner, hätten diskriminierende Äußerungen Kramp-Karrenbauers verharmlost, erklärte Jenny Renner vom Vorstand der Organisation am Mittwoch.

Karnevalsgate von Kramp-Karrenbauer

Kramp-Karrenbauer hatte in ihrer Rede von einer Berliner Latte-Macchiato-Fraktion gesprochen, die die Toiletten für das dritte Geschlecht einführe. «Das ist für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür, dazwischen, ist diese Toilette.»

Thüringens JU-Chef Gruhner: "andere Probleme hat als linksgrünen Genderwahnsinn"

Mohring hatte der «Thüringer Allgemeinen» gesagt, er bezweifele, dass Kramp-Karrenbauer damit die Geschlechtervielfalt kritisieren wollte. Gruhner meinte, sie habe ein wichtiges Thema angesprochen, «nämlich, dass das Land andere Probleme hat als diesen ganzen linksgrünen Genderwahnsinn

Lesben- und Schwulenverband: "Verharmlosung von Diskriminierungs-Erfahrungen"

Dazu erklärte Renner, es stelle sich die Frage, was Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen mit der CDU als potenzielle Regierungspartei nach der Landtagswahl in Thüringen erwarte, wenn die Verharmlosung von Diskriminierungs-Erfahrungen als Bagatelle dargestellt werde. (dpa)