Wacker Nordhausen wollte Rot-Weiß Erfurt die Vorrangstellung nehmen – aber das ging schief

Carsten Kammlott (3.v.l.) kehrte mit Wacker Nordhausen an seine alte Wirkungsstätte zum FC Rot-Weiß Erfurt im Steigerwaldstadion zurück.
Carsten Kammlott (3.v.l.) kehrte mit Wacker Nordhausen an seine alte Wirkungsstätte zum FC Rot-Weiß Erfurt im Steigerwaldstadion zurück.
Foto: Karina Heßland-Wissel

Erfurt. Derby-Zeit: Rot-Weiß Erfurt und Wacker Nordhausen kämpfen derzeit um die Position als bestes Thüringer Team in der Regionalliga Nordost. Während die Kurve der Nordthüringer zuletzt steil nach oben zeigte, ging es für RWE eher bergab. Für Wacker eigentlich ein idealer Zeitpunkt, um eine alte Rechnung zu begleichen: Seit fast 24 Jahren hat Nordhausen nicht mehr in Erfurt gewonnen.

Doch auch am Sonntag wurde daraus nichts: Am Nachmittag bezwang Rot-Weiß Erfurt die Gäste mit 1:0 (1:0) und kann sich über einen lang ersehnten Dreier freuen.

Rot-Weiß Erfurt gegen Wacker Nordhausen: Wiedersehen alter Bekannter

Vor 4650 Zuschauern war es auch ein Spiel des Wiedersehens. RWE-Coach Thomas Brdaric kennt Nordhausen-Trainer Heiko Scholz und den neuen Berater der Wackeren, Ulf Kirsten, noch aus Leverkusener Zeiten. Außerdem lief Carsten Kammlott mal wieder im Steigerwaldstadion auf, früher stand er lange Zeit in Diensten der Rot-Weißen.

Doch so viele Erinnerungen am Sonntag aufkamen, so sehr ging es doch auch um die Zukunft zweier wichtiger Fußball-Vereine in Thüringen. Bei Erfurt lief es zuletzt nicht mehr so rosig, in der Regionalliga-Rückrunde gab es noch keinen Sieg. Nordhausen dagegen war seit fünf Spielen ungeschlagen, in vier davon gab es sogar die volle Punkteausbeute.

Jähriger, ein 15-Jähriger sowie ein noch unbekannter Dritter im Hofwiesenpark auf einen 17-Jährigen ein.

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Wacker Nordhausen will Rot-Weiß Erfurt ablösen

Wacker erwartete entsprechend ein Duell der Tabellennachbarn auf Augehöhe und frohlockte im Vorfeld schon von einer "neuen Vorrangstellung der Rolandstädter". Der Boden für einige kernige Begegnung war also bereitet.

Der FSV nahm den Kampf auch an. Nach einer Phase zu Beginn, in der sich beide Teams eher vorsichtig abtasteten, kam vor allem Nordhausen besser in die Begegnung. Die Wackeren spielten die aussichtsreicheren Chancen heraus, während Erfurt kein passendes Mittel gegen die hoch stehende Abwehr fand.

Effizienz im Steigerwaldstadtion: Erfurts Andis Shala machts

Doch im Fußball zählen eben die Tore – und eines davon machten dann nicht die Gäste, sondern die Landeshauptstädter. Rico Gladrow zirkelte das Leder passgenau auf Andis Shala, der zum 1:0 einköpfte. Das Ganze passierte zwei Minuten vor der Pause, einen besseren Zeitpunkt hätte es für RWE nicht geben können.

Im Durchgang zeigte sich Wacker Nordhausen weiter bemüht, brachte aber beispielsweise keine der sage und schreibe 14 Ecken unter. Und auch die Hausherren hielten dagegen und so musste die Scholz-Elf einmal mehr mit leeren Händen vom Erfurter Rasen gehen. (maf)