Behörden-Irrsinn! Erfurt erkennt Vorname einer Frau nicht an – den sie seit über 30 Jahren trägt

Mit ihrem neuen Personalausweis begannen für eine geborene Vietnamesin in Erfurt die Probleme. (Symbolfoto)
Mit ihrem neuen Personalausweis begannen für eine geborene Vietnamesin in Erfurt die Probleme. (Symbolfoto)
Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Erfurt. Es war ihr erster Tag als Staatsbürgerin – und der hat ihr in Erfurt gleich bürokratischen Ärger eingebracht. Es geht um ihren Namen und eine Lösung scheint nicht in Sicht.

Im Personalausweis einer 34-Jährigen erkennt die Stadt Erfurt den Vornamen der Frau nicht an, den sie seit ihrer Geburt trägt. Darüber berichtete jetzt die Thüringer Allgemeine (TA).

Verwaltung in Erfurt erkennt Vorname einer Frau bei Einbürgerung nicht an

Laut TA wurde Thi Minh Nguyet Tran in Vietnam geboren, seit 14 Jahren lebt sie in Deutschland, nun in Erfurt. Als sie im November eingebürgert wurde und ihren Personalausweis und Pass abholen wollte, begannen die Probleme.

Vorname der Vietnamesin in Erfurt im Ausweis gestrichen

"Meine Vor- und Familiennamen standen komplett im Feld für den Nachnamen, dafür waren im Feld für den Vornamen nur drei schwarze Striche abgedruckt. Ich dachte zuerst an ein Versehen, doch das war es nicht“, zitiert die Thüringer Allgemeine die Frau.

Dabei sei "Minh Nguyet" ein ganz üblicher Vorname in Vietnam, in ihrem vorläufigen Ausweis aus Berlin war er ebenfalls richtig eingetragen.

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Erfurt bietet der Frau einen Namenstausch an

Statt einfach die Dokumente anzupassen, wurde es noch skurriler: Eine Standesbeamtin in Erfurt wollte die 34-Jährige zu einer Namensänderung überreden, später bot die Stadtverwaltung auch noch einen gebührenpflichtigen Namenstausch an.

Wie die Neu-Erfurterin darauf reagierte und was ihr Mann, der im Innenministerium arbeitet, sagte? >>> Hier die komplette Geschichte in der Thüringer Allgemeinen lesen

(maf)