Lebensgefahr am Hochhaus in Erfurt: Schokoriegel werden 18-Jährigem zum Verhängnis

Sie nahmen Verletzungen oder schlimmeres in Kauf: Zwei 17- und 18-Jährige warfen Flaschen und Steinbrocken vom alten TA-Hochhaus in Erfurt. (Archivfoto)
Sie nahmen Verletzungen oder schlimmeres in Kauf: Zwei 17- und 18-Jährige warfen Flaschen und Steinbrocken vom alten TA-Hochhaus in Erfurt. (Archivfoto)

Erfurt. Sie brachten Menschen in Erfurt in größte Gefahr: Ein Jugendlicher und ein junger Mann stiegen im April auf das alte TA-Hochhaus am Juri-Gagarin-Ring und schmissen Flaschen und Betonbrocken in die Tiefe. Beinahe hätten sie damit auch Autos und einen Fußgänger getroffen – die Folgen wären verheerend gewesen. Für einen der beiden Täter wurden jetzt Schokoriegel zum Verhängnis.

Steinwürfe in Erfurt: Gefahr vom Hochhaus am Juri-Gagarin-Ring

Die unverantwortliche Attacke aus 35 Metern Höhe hatten der 17- und der 18-Jährige am 15. April vom früheren TA-Hochhaus in Erfurt ausgeführt. Die Polizei rückte wenig später an und fand die Wurfgeschosse auf der Straße. Ein Fußgänger und zwei Autofahrer konnten zuvor gerade noch ausweichen und blieben so glücklicherweise unverletzt.

Jetzt – mehr als einen Monat später – ging der 18-Jährige der Polizei in Erfurt endgültig ins Netz.

Gesuchter Steinewerfer vom Hochhaus in Supermarkt in Erfurt erwischt

Der junge Mann hatte in einem Supermarkt in der Robert-Schumann-Straße zwei Schokoriegel stehlen wollen. Dabei beobachtete ihn aber ein Ladendetektiv.

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"Schmächtige Gestalt": Keine Chance gegen Ladendetektiv

Zwar trat der Dieb auf den Mann ein. "Der Detektiv war der schmächtigen Gestalt jedoch körperlich überlegen und konnte den Angriff schnell beenden", heißt es dazu lapidar von der Polizei.

Weil wegen der Würfe vom Hochhaus am Juri-Gagarin-Ring in Erfurt noch ein Untersuchungshaftbefehl gegen den 18-Jährigen bestand, kam er am Freitag direkt in den Jugendarrest nach Arnstadt.

Steinewerfer aus Erfurt in Jugendarrest Arnstadt

"Dort sitzt bereits sein 17-jähriger Freund hinter Gittern, nachdem er durch die Bundespolizei in Nordhausen festgestellt wurde", teilte die Polizei in Erfurt mit. "Ein Doppelzimmer konnte für die beiden Herrn leider nicht gebucht werden." (maf)