Menschen-Pulk zieht durch Erfurt und fischt Schüler aus dem Unterricht

Die "Fridays for Future"-Bewegung hat am Freitag Schüler in Erfurt höchstpersönlich aus dem Unterricht abgeholt.
Die "Fridays for Future"-Bewegung hat am Freitag Schüler in Erfurt höchstpersönlich aus dem Unterricht abgeholt.

Erfurt. Sie waren überall zu hören: Die Trillerpfeifen, die lauten Rufe – ein Pulk von Menschen zog am Freitag durch die Innenstadt von Erfurt. Jetzt soll selbst der Letzte abgeholt werden.

Fridays for Future Erfurt: Aktivisten holen Demo-Teilnehmer von der Schule ab

Und das wortwörtlich: Die "Fridays for Future"-Bewegung in Erfurt hat am Freitag an zwei Schulen in der Altstadt für Aufsehen gesorgt. Denn die Initiatoren wollten jeden Schüler, der zur Demo nicht kommen konnte, höchstpersönlich abholen.

„Raus aus den Schulen! Wir kommen vorbei und holen euch ab", versprachen die Aktivisten auf ihrer Facebook-Seite. „Stören wir gemeinsam den Schulalltag!“, heißt es weiter. Damit soll der Ernst der Lage noch einmal deutlich zum Ausdruck gebracht werden.

Fridays for Future Erfurt: Druck aufrechterhalten

Demnach müsse gerade nach den Wahlen noch mehr Druck ausgeübt werden, damit ihre Forderungen ernstgenommen und umgesetzt würden, erklärte Fridays for Future Erfurt.

Seit Wochen demonstrieren Schüler und Studierende auch in Thüringen immer freitags für mehr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel. In Erfurt präsentieren sich die Demonstranten in der Regel auf dem Anger. Dieses Mal zogen sie in einer große Runde um die Altstadt.

-----------------------

Mehr Themen aus Thüringen:

-----------------------

Die Proteste gehen auf die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg zurück.

Schuleschwänzen für die Umwelt?

Kritiker bemängeln, dass die Schüler in der Regel während ihrer Unterrichtszeiten auf die Straßen gehen.

Zu den Forderungen der Bewegung in Deutschland zählt etwa der Kohleausstieg bis 2030 und eine komplett erneuerbare Energieversorgung bis 2035.