Erster Tag im Erfurter Stadtrat bringt Pleite für die AfD

Im Rathaus in Erfurt hat sich der neue Stadtrat zusammengefunden. Für die AfD hielt der Start eine Hürde bereit. (Archivfoto)
Im Rathaus in Erfurt hat sich der neue Stadtrat zusammengefunden. Für die AfD hielt der Start eine Hürde bereit. (Archivfoto)
Foto: Imago / Bild13

Erfurt. Die Wahl zum Stadtrat Erfurt im Mai war ein Erfolg für die AfD. Knapp 15 Prozent der Wähler entschieden sich für die Alternative für Deutschland, was ihr sieben Sitze als viertstärkste Kraft im Kommunalparlament der Landeshauptstadt einbrachte. Doch gleich in der ersten Sitzung gab es einen Rückschlag.

Neuer Stadtrat in Erfurt findet sich nach Wahl 2019 erstmals zusammen

Am Mittwoch fand sich das neugewählte Gremium erstmals zusammen – zur konstituierenden Sitzung. Auf dem Programm stand die Wahl des Stadtratsvorsitzenden und seiner drei Stellvertreter. Bei drei Personen lief alles problemlos, bei der AfD kam es zum Eklat.

Michael Panse (CD)U) zum Stadtratsvorsitzenden gewählt

Michael Panse von der CDU wurde mit 43 Stimmen von 47 anwesenden Mitgliedern zum Vorsitzenden des Stadtrates gewählt. Auch die Stellvertreterinnen Birgit Pelke von der SPD (45 von 48 Anwesenden) und Luise Schönemann von der Linken (41 von 48 Anwesenden) erzielten deutliche Mehrheiten.

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AfD scheitert mit Kandidat Marek Erfurth

Dann war Marek Erfurth von der AfD an der Reihe. Die anderen Stadträte wollten ihm aber nicht mehrheitlich ihr Vertrauen aussprechen.

Im ersten Wahlgang kam er auf 21 von 48 Stimmen, im zweiten auf 23 von 48.

Dritter Wahlgang im Erfurter Stadtrat verschoben

"AfD-Fraktionschef Stefan Möller beantragte daraufhin, einen dritten Wahlgang auf die nächste Stadtratssitzung zu verschieben", teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Das habe das Gremium schließlich mit knapper Mehrheit beschlossen. Ausgang ungewiss. (maf)