Sperrung am Dom in Erfurt: Gefährliche Brocken krachen auf Boden – jetzt wird abgebaut

Weil große Steinfragmente sich von dem Portal am Erfurter Dom gelöst haben, muss jetzt gehandelt werden.
Weil große Steinfragmente sich von dem Portal am Erfurter Dom gelöst haben, muss jetzt gehandelt werden.
Foto: Michael Reichel/dpa

Erfurt. Große Steinfragmente haben sich vom Dom in Erfurt gelöst und sind auf den Boden gekracht. Das Dombauamt sah sich gezwungen, den Haupteingang des Domes weiträumig abzusperren, um die Besucher zu schützen. Jetzt soll die Gefahr beseitigt werden.

Erfurter Dom marode: Steine lösen sich von Triangelportal

Wind und Wetter, aber auch die Zeit und Umwelteinflüsse haben ihre Spuren an den insgesamt 36 Sandsteinfiguren und an den mächtigen Ziergiebeln hinterlassen, wie das Bistum am Montag mitteilte.

Mit dem Abtransport dreier Skulpturen hat die Sanierung des Erfurter Mariendoms begonnen.

Baustelle Erfurter Dom: Skulpturen werden abtransportiert

Die drei mit einem Kran abmontierten Skulpturen werden zunächst stellvertretend für die anderen untersucht. Sobald das genaue Schadensbild bekannt ist, erstellen Restauratoren ein Sanierungskonzept, das auf die übrigen Figuren anzuwenden ist. «Wir hoffen, dass die anderen Figuren dann vor Ort saniert werden können», sagte Domprobst, Weihbischof Reinhard Hauke.

Gefahrenzone im Dom abgesperrt

Weihbischof Hauke hat bereits eine Spendenaktion speziell für die Skulpturen gestartet. Wie notwendig die Sanierung ist, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr, als Fragmente herabgefallen waren.

Seitdem hatte das Bistum eine Schleuse zum Ostportaleingang hin errichten lassen, damit Besucher sicher die Kirche betreten können.

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Die Arbeiten am Portal sollen nach bisheriger Planung im Frühjahr 2021 abgeschlossen werden. Bisher schätzt das Bistum die Kosten für die Sanierung des gesamten Portals auf 1,6 Millionen Euro.

Jährlich besuchen nach Bistumsangaben etwa 500.000 Menschen die Kirche. Das Gebäude kann aktuell auch während er Sanierungsarbeiten besichtigt werden. Auch Gottesdienste werden gefeiert. (dpa, aj)